Kirchheim

Wettbewerb um die Linde hat begonnen

Stadtplanung Stadt Kirchheim stellt die Weichen für die Zukunft des Mehrgenerationenhauses und des gesamten Areals.

Archiv-Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Eines der wichtigsten Gebäude Kirchheims wird abgerissen und unter Beibehaltung der Fachwerkfassade ganz neu aufgebaut: die Linde - einstmals Gasthaus, später Jugendhaus und jetzt seit vielen Jahren bereits Mehrgenerationenhaus. Es geht allerdings um mehr als nur um ein einzelnes Gebäude. Es geht um das gesamte Areal, bis hin zur Teckstraße.

Die Stadt Kirchheim will deshalb einen städtebaulichen Wettbewerb ausloben, um möglichst viele gute und innovative Planungsvarianten zu bekommen, wie die Zukunft des Geländes aussehen soll. Bereits im Oktober hatte es dazu eine Bürgerinformation in der Linde gegeben, bei der sich zeigte, wie viele Menschen sich für die Sache interessieren, für die richtige Weiterentwicklung genau dieses Areals.

Inzwischen hat der Gemeinderat beschlossen, die Auslobung des Wettbewerbs freizugeben. Auszuschreiben ist der Wettbewerb europaweit. Trotzdem soll die tatsächliche Teilnehmerzahl auf 20 Büros oder Planungsgemeinschaften begrenzt werden. Fünf Teilnehmer werden schon im Voraus gesetzt, die restlichen 15 sollen zugelost werden.

Oliver Kümmerle vom Stadtplanungsamt nennt die Schwerpunkte des Wettbewerbs: die städtebauliche Einfügung und der Umgang mit dem Gebäudebestand. Gerade entlang der Alleenstraße sind davon auch die beiden Nachbargebäude der Linde betroffen. Der städtebauliche Charakter des Ensembles soll gewahrt bleiben. Außerdem geht es im Wettbewerb um unterschiedliche Nutzungsvorgaben, da außer dem Betrieb des Mehrgenerationenhauses in den anderen Gebäuden Wohn-, Gewerbe- und Büroflächen vorgesehen sind.

Hinzu kommt eine mögliche Neuordnung des Geländes an der Teckstraße, wenn die Kindertagesstätte verlagert wird. Zu gestalten sind die Freiräume der jeweiligen „Gartenseite“, und auch fürs Parken müssen die Wettbewerbsteilnehmer praktikable Lösungen finden. Gedacht ist unter anderem an eine Tiefgarage. Aber Fahrradstellplätze sollen ebenso Bestandteil der neuen Planungen sein.

Konkrete Pläne schon Ende 2019

Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen bereits in etwas mehr als einem halben Jahr vorliegen. Ein Teilnehmer-Kolloquium ist für den 21. März vorgesehen. Mitte Juli tagt bereits das Preisgericht, und Ende Juli sollen die Beiträge öffentlich ausgestellt werden. Ende September / Anfang Oktober beginnen die Verhandlungsverfahren mit den Teilnehmern. Wenn alles nach Plan läuft, kann der Gemeinderat bereits am 13. November die Planungsleistungen vergeben. Statt „Ende Gelände“ heißt es dann „Neuanfang“. Andreas Volz

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