Kirchheim

Wie im siebten Schlemmerhimmel

Food Trucks erobern den Rollschuhplatz beim ersten Kirchheimer Streetfood Festival über Pfingsten

Über Pfingsten wurde der Rollschuhplatz zum Mekka der Genießer: 16 Food Trucks kitzelten mit ihrem reichhaltigen Essensangebot die Gaumen.

Die Mischung aus Gourmet-Speisen und Imbisswagen kam gut an beim ersten Kirchheimer Streetfood Festival.Foto: Markus Brändli
Die Mischung aus Gourmet-Speisen und Imbisswagen kam gut an beim ersten Kirchheimer Streetfood Festival.Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Imbisswagen war gestern. Heute heißen sie Food Trucks. Und sie haben mehr im Gepäck als Currywurst und Pommes. Sie sind eine Mischung aus Imbisswagen und Minirestaurant. Aus einem schwarzen Truck heraus werden Gourmet Hotdogs gereicht, die in Zusammenarbeit mit dem aus Frankreich stammenden und in Bayern lebenden Sternekoch und Soßenexperten, Patrick Coudert, kreiert wurden.

Ein paar Schritte weiter gibt es eine weitere Spezialität: Rätesch, eine süße Versuchung aus Ungarn. Rétes, wie er in Ungarn heißt, ist ein Strudel mit einer knusprigen Hülle und einem weichen Kern, der einen Hauch von Ungarn in die Teckstadt bringt. An einer anderen Ecke des Platzes: der Choco Kebab, „für Leute, die auf süße Sachen stehen“, erzählt Domenico Mobilia. Hauchzarte Flocken einer Nuss-Nugat-Schokoladenmischung geheimer Rezeptur werden von einem Drehspieß geraspelt, in eine warme Tasche aus Biskuit gegeben und mit Soßen, frischen Obststückchen, Krokant, Erdbeerkompott oder nach Belieben zu einem bunten Leckerbissen für Naschkatzen vollendet.

Schon am Eröffnungsabend strömten die Besucher zahlreich zum Rollschuhplatz. Viele dürften sich dort wie im siebten Schlemmerhimmel gefühlt haben. Für Andreas Kenner war es „eine Ehre und ein Vergnügen“, das erste Kirchheimer Streetfood Festival zu eröffnen. „Ich bin begeistert. Ich konnte es mir nicht vorstellen. Es gibt Sachen, die kann ich nicht einmal aussprechen“, sagte er zur Begrüßung und versprach, vom Angebot in den folgenden drei Tagen regen Gebrauch zu machen.

Unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt bekamen Gäste kulinarische Köstlichkeiten geboten. Vom amerikanischen Burger über mexikanische Schlemmereien, hergestellt nach Familienrezepten, bis hin zu traditionell Schwäbischem. Gereicht wurden Wraps und Burger jeder Couleur, Maultaschen mit unterschiedlichen Füllungen, hausgemachte Spätzle mit Soße, Knödelvariationen, Sandwiches, Tacos, Pulled Pork, Burritos, Quesadillas, Salat, Schlutzkrapfen oder Dampfnudeln – mal süß oder herzhaft. Fehlen durfte natürlich auch nicht die Currywurst, die in vielen Variationen feilgeboten wurde.

Auch Vegetarier bekamen einiges geboten. Und so bildeten sich lange Menschenschlangen vor den angereisten Food Trucks. Jede Menge Tische und Bänke wurden aufgestellt – gut beschirmt, um vor dem Regen zu schützen. Sie luden zu geselligem Vergnügen ein. An einer großen Bar in Holzoptik gab es ein reichhaltiges Getränkeangebot. Für musikalische Umrahmung war ebenfalls gesorgt: abends mit Rock-, Pop- oder Indie-Klängen von „Tin Woodmen“, „Tonic“ und der Popband „Bewegung tut gut“ oder einer Aftershow Party in der Milchbar, morgens zum Frühschoppen mit Blasmusik, dargeboten von „Die roten Lederhosen“.

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