Kirchheim

„Wie tröstet man in Vollmontur?“

Pandemie Zwei Bewohner der Lebenshilfe waren 14 Tage in Quarantäne. Wie erleben Menschen mit einer geistigen Behinderung die Isolierung auf dem Zimmer? Und wie klappt die Versorgung? Von Julia Nemetschek-Renz

Lebenshilfe-Mitarbeiterin Thyra Strohmayer hat sich im Keller des Wohnhauses die Schutzkleidung angezogen.  Foto: Julia Nemetsch
Lebenshilfe-Mitarbeiterin Thyra Strohmayer hat sich im Keller des Wohnhauses die Schutzkleidung angezogen. Foto: Julia Nemetschek-Renz

Die Menschen bei psychischer Gesundheit zu halten, das sei ihre Hauptaufgabe gewesen in dieser Zeit, erzählt Thyra Strohmayer. Zwei Bewohner der Außenwohngruppe am Ziegelwasen in Kirchheim mussten 14 Tage in Quarantäne, weil sie ...

Ktnktoa zu eneim potvisi ttnetGesee eht.nat Sie btessl rawne nt.gavie Acth nMcseenh mti einer isegtnige gnBreeunhid lebne in dre nrsAde asl in rieen imliFea tmi menei idtMlgie ni lenetg stroof esictgehlze eBntsmigenum. anKn amn sla rtueMt edor rVeat nhco stlsbe thenciedes,n iwe evil tasbnAd man mzu idKn in hlircwik ,thlä enahb eid Mttreiaiebr ni f-egelP udn inhgeetnnineneiBucrredth nekei Wla.h

awr crikwhli ayhTr hmtrae.Sroy eiD ath getechnlii srnhdleate ngeuA dnu tngbri in jened mu,aR ned sei bttteir, heuR imt. chDo jtzet ise eis mirem onch nha am sseWar ,gebtau sgat .sie Oholwb eid abdl eiwz enWohc hre si.t Sei ewudr iene dre nne-rtiruutaHnBepee der iebnde wrehnBoe ni dUn als asd ,tssatnedf hat ise las Esrset mheri kirsuesdrenFe sgetag: cih ibn zjett rüf eizw Wonceh Aell okKtneta erd Airetb hat eis unr onch rnehi undFre gnhs.eee eAbr asd recSwseth arw sie, assd sie asd egtneGeli vno mde ntu s,emsut aws enthiiecgl ihr fBrue .tis Iehr faeAgbu awr ejt:zt eDi Mhnsenec zu ,tnneren basndAt zu tl,nahe rünTe zu

ensEs wra edr preu naWshinn

um Z Bepleisi eiesn llea elMnehatiz rde repu hannisnW sn.weeeg Etrs aebh sie imt dne nenrade hnBnrewoe ekcthg,o sei lale na ned cshiT esttgez dnu ies dnan ne,bgtee cnhos lma zu ese.sn ise ise in dne lrKeel ,ngraetn ni ned Ramu tim erd rDot aebh ies shci nu,daHehsch eP2ak,s-FMF antreaH,z uttkcehtzliS ndu lhleibcrSuzt negozgane ndu sei dnan ecslhln hcho in ied mu dsa betaTtl tmi mde Essne den eentsr uz heol.n Das sEsen hbae ies andn sin rimmeZ b,cgaerht rkzu egr,edet die hnco mi mrZemi in nniee ttefhilncud akcS gewnfeor, eis ndna edewri nruter in end lerKle nergtan - ealsl ovn onvr ned iezewnt rwoBhene in Udn ads ma gaT.

sehtsi udn tcslehch in nuotVrllom ndu edszsnirteifi iemmr run nierth rdi reh. sDa achmt cyhshcpsi swa imt stga aThry Srmy.theaor eiS aehb csih raeb ovr emlla bdlahes immre os etb,eil weil eis end enenadr ohnnreeBw itnch mi gzthSuacnuz gnenbeeg o.ewltl eiS wuts,es sdsa nma os rov rih tgAsn obenmemk

n dU dzua essmtu esi ienN g.snae ieD eien inhrBnweeo negr bei nnrgeeeahlt egicenthli in nu,Odgnr ejtzt in eo.tvnber eiD dreenna ahntmce end sra,lVhcgo ochd nenie itm Reonll cinszewh end nih ndu erh zu sheusncb, tim kieneln stBonheafct an dne nenrade ehMeotwirnb afu erd oVn inastlIoo uz soan.ltIio Tyarh hSoeyrrmat cenMnhse hnabe e,rchvtus end tbeesn geW zu .ifnend nUd ihc usmste uz lamel imrme nru ,Nnei niNe dnu iNen

dUn wei gign se ned ensehMnc imt Brunhgenedi 41 egTa leilan mi Zme?rim Eeni Fuar imt nsmDdryonow sie esi eh gnaz reng .naleil Nru edi enB,gweug dsa efLu,na dei tbeAir hri hres hlgtee.f erD ardene nerwBhoe tahet remim eewrid sgA.tn bleDsha tsi re ibe diseme uach chnti ib.ade Er usch,rvte dei eZit red noiaotlIs uz e.reebranvit

nbhea dei shnceneM iew,gent wenn cih im imrmeZ .wra nDna ntdsa cih ad in iemern ni der nneie cEek und in erd randene eEck ollwte ine cMnhes ni nde mrA mgneonme eed,w✀rn yTrha orStraym.he ud sdfart i.“chtn Vor ranCoo ath eis asd me,gathc ied eMnsnech emmri alm eni arpa Munitne im mAr ehnet.gal edeJr abhecur hcdo tsag s.ei eabh andn lal ineme lmeasetgm dun ni nemei mtmiSe .telgge Bni higur snteeh eei,gnbbel war iDese eitZ miteidennar z,atuesahnul da uz i,nbeelb ads ies tzetj iehr Agefabu ni edr Pame.ndie

Corona-Regelungen in Behinderteneinrichtungen

Quarantäne für Menschen mit Behinderung bedeutet erst mal das Gleiche wie für alle anderen Menschen auch: Häusliche Isolierung für 14 Tage nach Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person. Leben die Menschen jedoch in einer Wohngruppe mit anderen Menschen zusammen, dann müssen sie auf dem Zimmer isoliert werden und dort 14 Tage lang bleiben. Alle gemeinschaftlich genutzten Räume dürfen die Menschen in Quarantäne nicht betreten.

Ein negatives Testergebnis verkürzt die Quarantäne nicht. Urlaubsrückkehrer aus dem Ausland können sich frei testen. Menschen, die hier Kontakt zu einem Infizierten hatten, nicht. Egal ob positiv oder negativ getestet - nach Kontakt zu einem Infizierten müssen sie 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Im Zimmer muss der Bewohner in Schutzausrüstung versorgt werden. Mindestabstand muss, wann immer möglich, eingehalten werden. Auch die Mahlzeiten müssen allein im Zimmer eingenommen werden. Das Tablett wird von einem Mitarbeiter in Vollmontur gebracht. Insgesamt sollte der Kontakt auf höchstens 20 Minuten beschränkt werden. Die Schutzausrüstung muss im Bewohnerzimmer in luftdichte Säcke geworfen werden. Alle Flächen im Zimmer müssen zweimal täglich mit einem Flächendesinfektionsmittel desinfiziert werden. Besuche im Zimmer des Bewohners sind nicht mehr gestattet.

Wenn Bewohner nicht mitmachen, uneinsichtig sind, sollte nicht einfach die Zimmertür geöffnet werden. In so einem Fall muss die ortsansässige Polizeibehörde eingeschaltet werden, und es können freiheitsentziehende Maßnahmen angeordnet werden, so sagt es der Gesetzgeber. Das ist allerdings ein Weg, den die Pflege- und Behinderteneinrichtungen nur im äußersten Notfall wählen würden. Die Lebenshilfe Kirchheim musste ihn bis jetzt nicht gehen.jnr