Kirchheim

„Würde mich noch heute Nachmittag in eine Ju 52 setzen“

Hahnweide Auswirkungen des Flugzeugabsturzes in der Schweiz auf das Oldtimer-Treffen sind noch nicht abzusehen.

Eines dieser fünf Flugzeuge ist am Samstag abgestürzt.
Eines dieser fünf Flugzeuge ist am Samstag abgestürzt.

Kirchheim. Der Absturz der Ju 52 am Samstag in Graubünden lässt auch die Kirchheimer Fliegerfreunde bestürzt und ratlos zurück. Die Maschine gehörte zu den „alten Tanten“ der schweizerischen „Ju-Air“, die regelmäßig auf der Hahnweide Station machten - beim Oldtimer-Fliegertreffen. Die bange Frage, die sich auch die zahlreichen Fans der Kirchheimer Großveranstaltung stellen, ist die, wie es mit der „Tante Ju“ auf der Hahnweide weitergehen soll. Zwei kurze Antworten vorab: Das nächste Fliegertreffen ist erst für September 2019 vorgesehen. Und vorerst weiß man rein gar nichts. Es gilt, die Untersuchungsergebnisse zum Absturz abzuwarten.

Schempp-Hirth-Geschäftsführer Tilo Holighaus, der gerade der Segelflug-EM im tschechischen Hosin einen Besuch abgestattet hat, sagt ohne Zögern: „Ich persönlich würde mich noch heute Nachmittag in eine Ju 52 setzen, weil ich weiß, dass die Maschinen absolut sicher sind. Die Tante Ju als solche hat einen legendären Ruf als zuverlässiges Flugzeug.“ Aussagen zur Absturzursache wären derzeit reine Spekulation. Trotzdem sagt er: „Technische Probleme schließe ich weitgehend aus, weil die Flugzeuge unglaublich gut gewartet sind.“ Selbst wenn einer oder gar zwei der drei Motoren ausfallen würden, dürfte das der Ju 52 nichts ausmachen.“

Jan Denzel vom Organisationsteam des Hahnweide-Treffens kann ebenfalls noch nichts Konkretes sagen. Auch er betont: „So wie die bei Ju-Air arbeiten, professioneller geht‘s nicht.“ Die „Tanten“ seien eigentlich mehr als sicher, egal wie alt sie sind: „Die werden bestens gewartet und überprüft. Eine 80 Jahre alte Ju 52 ist sicherer als ein 20 Jahre alter, verrosteter Golf.“ Die Konsequenzen für die Hahnweide 2019 ließen sich jetzt allerdings noch nicht abschätzen. Zudem denkt Jan Denzel weit über den eigenen Tellerrand hinaus: „Es gibt ja noch viele andere Flugtage, die lange vor uns mit den Jus rechnen.“ Und dann sind da noch die guten Bekannten von der schweizerischen Ju-Air: „Die müssen das jetzt aufarbeiten, und sie sind sicher erst mal selber fertig mit der Welt.“Andreas Volz

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