Kirchheim

„ZERO!“ warnt Schwangere

Prävention Eine Ausstellung und Workshops machen auf die Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft aufmerksam.

Symbolfoto: Jörg Bächle

Kirchheim. Zwei Wochen lang, von Mittwoch, 4. Mai, bis zum Freitag, 13. Mai, ist die Ausstellung „ZERO! – kein Alkohol in der Schwangerschaft“ in der Kreissparkasse Kirchheim in der Alleenstraße 160 zu sehen. Riskanter Alkoholkonsum und seine Folgen ist ein Schwerpunktthema der kommunalen Alkoholprävention im Landkreis Esslingen. Deshalb wird dieses Jahr das Thema „Alkoholkonsum in der Schwangerschaft“ mit seinen fatalen Folgen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Jedes Jahr kommen in Deutschland etwa 10 000 Kinder mit einer alkoholbedingten Fetalen Alkoholspektrum-Störung (FASD) zur Welt. Während der Dauer der Ausstellung beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachberatungsstellen zudem vor Ort Fragen.

Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an Jugendliche, an Schulklassen und Jugendgruppen, ist aber auch für Erwachsene interessant. Ziel ist die Sensibilisierung für dieses wichtige Thema mit der Botschaft, insbesondere in der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken, um schwerwiegende Folgen für das Kind zu vermeiden.

Unter Federführung von Christiane Heinze, der Beauftragten für Suchtprävention des Landkreises Esslingen, kooperierten in der Vorbereitung und Umsetzung die Beratungsstelle Sucht und Prävention, die Schwangerenberatungsstellen, P ro Familia, die Frühen Hilfen (ProjuFa), die schulischen Präventionsbeauftragten des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung und die Selbsthilfegruppe FASD.

Verschiedene Zielgruppen

Begleitend zur Ausstellung finden Fachveranstaltungen statt, Zielgruppen dafür sind Ärztinnen und Ärzte, Eltern, medizinische und pädagogische Fachkräfte sowie weitere an dem Thema Interessierte. Am Mittwoch, 4. Mai, referiert von 9 bis 12 Uhr Dr. Heike Kramer zum Thema „FASD (Fetale Alkoholspektrumstörungen) – lebenslange Folgen mütterlichen Alkoholkonsums während der Schwangerschaft“. Einen Tag später, am Donnerstag, 5. Mai, gibt es von 14 bis 15.30 Uhr einen Online-Vortrag mit dem Titel „Dumm, faul, frech, gewalttätig – oder doch FASD? Grenzen und Möglichkeiten von FASD in der Schule“. Der Vortrag richtet sich speziell an Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter. Am Mittwoch, 11. Mai, gibt es gleich zwei Veranstaltungen, nachmittags von 14.30 bis 17 Uhr speziell für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertageseinrichtungen zum Thema „Fetale Alkoholspektrumsstörung bei Kindern in Kitas“. Der Vortrag „Schwangere verstehen, Konsum thematisieren, Abstinenz unterstützen“ läuft dann ab 19.30 Uhr. Anmelden kann man sich unter der Nummer 07 11/3 90 24 15 78. pm

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