Kirchheim

Zufallsbegegnung mit der Kunst dank vier „Däfele“

Künstlertafeln Auf Initiative der Kirchheimer Kunstsammlerin Doris Nöth erinnern Tafeln an vier Persönlichkeiten Von Cornelia Wahl

Zufallsbegegnung mit der Kunst dank vier „Däfele“
Zufallsbegegnung mit der Kunst dank vier „Däfele“

Kirchheim. Carl Weber, Franz Frank, Konrad Raum und Friedrich Rommel haben manches gemeinsam. Die Künstler haben in Kirchheim gelebt und gewirkt. Sie alle saßen auf dem Sofa von Doris Nöth. Die 93-Jährige sammelte über Jahrzehnte hinweg Kunstwerke und tut dies aus vollem Herzen und mit großer Freude. Und es ist ihr ein großes Anliegen, andere daran teilhaben zu lassen. Ihrer Idee, die vier Kirchheimer Künstler als „Zufallsbegegnung mit der Kunst“ für jedermann im Mittelpunkt der Stadt unvergessen zu machen, ist es zu verdanken, dass an der Außenmauer der Kirchheimer Stadtbibliothek von nun an stilvolle Tafeln angebracht sind. Sie informieren über die den Künstlern eigenen Stilrichtungen ihrer Werke und über deren Lebensstationen.

Auf die ihm eigene heitere Art würdigte der Landtagsabgeordnete Andreas Kenner anlässlich der offiziellen Übergabe der Tafeln die vier Kunstschaffenden. Kenner, der in Kirchheim auch als Stadtführer unterwegs ist, erzählte aus dem Leben der so in die Gegenwart gerückten Geehrten. Er wusste von Begebenheiten zwischen Doris Nöth und ihnen zu berichten, die bei den zahlreichen Anwesenden – darunter waren auch die Tochter und der Sohn von Konrad Raum – für Erheiterung sorgten. Seiner besonderen Freude über die vier neuen „Däfele“, von denen es in Kirchheim seiner Meinung nach zu wenige gibt, verlieh er freudig Ausdruck: Er kündigte an, künftig auf dem Weg vom Max-Eyth-Haus zum Schloss dort haltzumachen.

Bevor Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und ihr stellvertretender Oberbürgermeister im Ehrenamt, Dr. Christoph Miller, die Künstlertafeln enthüllten, wandte sie sich herzlich an Initiatorin Doris Nöth: „Mein Herzenswunsch wäre, dass aus Ihrer Sammlung Nöth eine Ausstellung bei uns in Kirchheim stattfinden könnte.“

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