Kirchheim

Zwei Euro für die dreijährige Kristhy

Projekt Zehnte Klasse des Kirchheimer Schlossgymnasiums unterstützt Mädchen in Peru.

Freuen sich, dass sie mit der gesamten Klasse Gutes tun: Laila Hornberger, Chiara Ernst, Nina Streicher, Carmen Mendetzki Brines
Freuen sich, dass sie mit der gesamten Klasse Gutes tun: Laila Hornberger, Chiara Ernst, Nina Streicher, Carmen Mendetzki Brines (von links). Foto: privat

Kirchheim. Seit einem halben Jahr heißt es in der Klasse 10 b des Schlossgymnasiums Kirchheim jeden Monat: „Wir sammeln jetzt das Geld für das Patenkind ein.“ Mit einem Beitrag von zwei Euro im Monat unterstützen die Schüler die Organisation „Kinderwerk Lima“. Ihr Ziel: die Schulbildung eines peruanischen Kindes zu finanzieren.

Das Kinderwerk Lima ist eine christliche Organisation, die Kindern aus benachteiligten Ländern Schulbildung ermöglicht. Dadurch haben sie die Chance auf eine bessere Zukunft.

Die Idee entstand spontan in einer Mittagspause im September. Einige Mädchen unterhielten sich über die Probleme in ärmeren Ländern und wollten auf irgendeine Weise helfen. „Man spricht immer davon, dass man etwas ändern will, aber am Ende macht man doch nichts. Das wollten wir anders machen“, erinnert sich Chiara Ernst, eine der Leiterinnen des Klassenprojektes. Sich den Betrag von monatlich 50 Euro unter den Mitschülern aufzuteilen, schien eine gute Lösung zu sein. Nach einer kurzen Absprache mit der Klasse war alles geregelt. Alle waren einverstanden und hielten das Projekt für eine sinnvolle Sache. „Wir geben täglich zwei Euro für ein Pausenbrot aus, da kann man auch ein Mal im Monat für die Bildung von Kristhy spenden“, erklärt Nina Streicher, ebenfalls Organisatorin. „Wir wissen, wie wichtig schulische Bildung ist“, fügt Laila Hornberger hinzu.

In Verbindung mit dem Spanischunterricht konnte die Klasse einen Weihnachtsbrief an ihr Patenkind verfassen, denn die Landessprache Perus ist Spanisch. Im Päckchen befand sich neben dem Brief noch ein Foto der Klasse und ein kleines Weihnachtsgeschenk. Als Antwort empfingen sie ein selbst gemaltes Bild der dreijährigen Kristhy.

Ob die Gymnasiasten das Projekt nach der zehnten Klasse weiterführen werden, ist noch nicht klar, da es in der Kursstufe keine Klassen mehr gibt. Eine Option wäre eine Fortsetzung durch eine Familie. Sie hat sich dazu bereit erklärt, das Patenkind zu übernehmen. Das Ziel der Mädchen ist es jedoch für die nächsten zwei Jahre genügend Mitschüler zu finden, die das Schulprojekt aufrecht erhalten wollen. Carmen Mendetzki Brines

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