Kirchheimer Umland

2,75 Millionen Euro für die Schulen

Die Stadt Kirchheim hat viel Geld in die Sanierung ihrer Schulgebäude gesteckt

Die Sommerferien sind die Zeit, in der sich an den Schulen oft am meisten tut. Wo sonst „gepaukt“ wird, wird in den Ferien gehämmert. Und das kann sich sehen lassen: Die Stadt Kirchheim hat sich Sanierungen und Umbauarbeiten an ihren Schulen im vergangen Jahr rund 2,75 Millionen Euro kosten lassen. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahrs sind die meisten Arbeiten abgeschlossen.

Unter anderem an der Alleenschule hat die Stadt Kirchheim während der Sommerferien Dächer sanieren lassen.Foto: Jean-Luc Jacques
Unter anderem an der Alleenschule hat die Stadt Kirchheim während der Sommerferien Dächer sanieren lassen.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Der größte Ausgabenbrocken entfällt auf den zweiten Bauabschnitt zur Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume am Schlossgymnasium. Um den Biologie- und die beiden Chemiesäle samt Vorbereitungs-, Sammlungs- und Praktikumsräumen auf den neuesten Stand der Lehrplananforderungen zu bringen, hat die Stadt Kirchheim rund 1,8 Millionen Euro investiert. Der dritte Bauabschnitt ist bis jetzt für das Haushaltsjahr 2017 vorgesehen. Für Arbeiten, die den Brandschutz betreffen, schlagen etwa 400 000 Euro zu Buche. Noch zum Ende des alten Schuljahrs konnten am Schlossgymnasium ein neues Soccerspielfeld und das sanierte Kleinspielfeld hinter der Sporthalle in Betrieb genommen werden. Von den 100 000 Euro, die dafür anfallen, übernimmt der Förderverein der Schule 11 300 Euro.

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Ansonsten betont Bürgermeister Günter Riemer beim alljährlichen Pressegespräch, dass alle weiteren Arbeiten an Außenanlagen der Kirchheimer Schulen derzeit gestrichen oder zumindest geschoben werden – angesichts der finanziellen Lage der Stadt. Einzige Ausnahme: Für die Gestaltung des Rauner-Campus sind nach aktuellem Planungsstand Ausgaben in Höhe von 26,4 Millionen Euro vorgesehen. Davon entfallen rund 2,3 Millionen Euro auf die Außenanlagen. Baubeginn im Rauner sei voraussichtlich in den nächsten Sommerferien, sagt Günter Riemer. Mit der Fertigstellung wird bis Anfang 2019 gerechnet – alles unter der Voraussetzung, dass der Gemeinderat zustimmt und dass die entsprechenden Haushalte genehmigt werden.

Was dagegen jetzt schon an der Raunerschule beginnt, ist die Gemeinschaftsschule: Mit vier neuen fünften Klassen geht das neue Schulmodell erstmals in Kirchheim an den Start. Am Ende soll daraus eine durchgehend dreizügige Gemeinschaftsschule entstehen, wohingegen die Teck-Realschule nach Abschluss des Neubaus mit zwei Zügen an den neuen Campus ziehen soll.

Am bisherigen Standort der Teck-­Realschule bleibt schulisch noch die Teck-Grundschule erhalten. Sie soll sich von einer Außenstelle der Rau­nerschule zur eigenständigen Grundschule entwickeln. An der Raunerschule selbst werden zum Beginn des neuen Schuljahrs nächste Woche erstmals keine Erstklässler mehr aufgenommen. Ein wichtiges Zeichen für die neuen Zeiten an der Teck-Grundschule ist der Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung über der Sporthalle zur neuen Heimat der Kernzeitbetreuung. Dafür fallen rund 90 000 Euro an.

Zusammen gut 90 000 Euro investiert die Stadt Kirchheim am Ludwig-Uhland-Gymnasium: in neue Beamer einschließlich Vernetzung sowie in neue Gefahrenstoffschränke für das Fach Chemie. Außerdem geht es um eine Überdachung der Fahrradständer. – An der Freihof-Realschule geht es darum, einen Mangel des Neubaus endgültig zu beseitigen: Sowohl bei der Beschattung als auch bei der Verdunkelung der Klassenräume hatte es von Anfang an Schwierigkeiten gegeben. Für 60 000 Euro sollen diese Probleme nun bis zum Schuljahresbeginn behoben sein – wobei sich die Stadt hier auf einen Vergleich geeinigt hat, da es sich ja um einen Baumangel handelte.

An drei weiteren Schulen ging es jetzt in den Sommerferien um die Sanierung diverser Dächer: in Jesingen, in Nabern sowie an der Alleenschule. Dafür fallen Kosten von 213 000 Euro an. Weitere 100 000 Euro nimmt die Stadt in die Hand, um die Toiletten, die bisher vom Schulhof der Alleenschule aus zu erreichen waren (an der alten Turnhalle), nach innen zu verlegen, ins Hauptgebäude. „Dafür bauen wir einen ganzen Raum um, und zwar den früheren Physiksaal des alten Schlossgymnasiums“, sagt Bürgermeister Riemer.

Für die Eduard-Mörike-Schule in Ötlingen beginne jetzt die Planungsphase für die Kinderbetreuung. Die Hauptschule sei in Ötlingen aktuell ausgelaufen, sodass die Grundschule jetzt das einstige Hauptschulgebäude übernehmen kann. – Für das Gebäude der Konrad-Widerholt-Schulen (Grundschule und Förderschule) gebe es derzeit keine konkreten Planungen. Aber an der Notwendigkeit, etwas zu tun, hat sich nichts geändert. „Da gibt es einen hohen Sanierungsbedarf“, sagt Günter Riemer.