Kirchheimer Umland

42 Hektar stehen für die Zukunft bereit

Zukunft Auf dem Dettinger Hungerberg soll ein großes, interkommunales Gewerbegebiet für Firmen mit zukunftsweisenden Technologien entstehen. Der Gemeinderat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Von Iris Häfner

Südlich der ICE-Baustelle in Richtung Guckenrain und Ortskern Dettingen soll das große Gewerbegebiet entstehen. Foto: Jean-Luc J
Südlich der ICE-Baustelle in Richtung Guckenrain und Ortskern Dettingen soll das große Gewerbegebiet entstehen. Foto: Jean-Luc Jacques

Das war eine knappe Entscheidung mit weitreichenden Folgen: Nach knapp zweieinhalb Stunden Meinungsaustausch, Standpunkterläuterungen und Belehrungen entschied sich der Dettinger Gemeinderat bei acht Ja und sieben Neinstimmen für den Vorschlag der Verwaltung, auf dem Hungerberg eine 42 Hektar große Fläche für ein Gewerbegebiet in den Flächennutzungsplan aufzunehmen. Dieses Gebiet soll interkommunal genutzt werden, neben Dettingen sollen auch Kirchheim und Notzingen davon partizipieren - die drei Kommunen ...

lbinde inee .nsnagegrVelihautemcstwf asD taStt rdie leenzni erscnsehonesl bwerbgetGeieeen itm phetesrrendnec suIttnrrkfaru gitb es ine üfr llae ,snezuamm sad uzda nohc an red ndu der behankcT itle.g iDe neogiR trgttauSt hta nei ugAe fau sdeei karulitev ngfwreoe - dlsaglrnei tim der assd urn mFerni itm iocTegonlneh imt eidmes

tk(S- ltt1e'ratyeo eefno,clrnSc'reg r,teu dw':{"t"ih :,03ie""g0hth ,520 "n"diosm:ein [[0,30 5]],20 "il:o"bem lifs;eeD a )'} seiethreK red aleldMe:i Acadlkern heevstwdnric eaehkwstrie otzelsrsa frü rm.mei Der akiKsudisiomlsn muz zrtTo wrid iterwe eviertl.ges uAs citSh edr sti sad djohec eow,dintgn endn es riwd aj in oTcoilgnhee ndu tomis cauh envi.trites mZu guZe onemmk unr imnrFe rdeo o,eernKnz ied trvtlaeaine Sseeytm unezhbesigewsei geochoTinlen - Shocwtirt odre tueWossarztgff-snNu ni Aoiebunmolt rdoe uGebände - afu den Mktar bngneri .wollen uAs hitSc nvo Dgtetsinne Rirena nHumßaan sti enei c,heflrerrido ied laerlapl lcäheFn ncaerpus.hbt neeNb edn lntae alshlnre,eWk ni enned )oh(nc ouezrtpdri idw,r crbuaeh es euen ,daeortStn an nened die unZkfut c,gfteosrh einltwkcet udn ttgegrfei .irdw

D re ubegngrHer ist arzw mvo Naenm ehr ned enwientgs ien rgf,eifB seeni Vurtgrnoe cojedh brnkade ah:cneif iDe Tn-tbuCsEnelaleeluI tkdrie bneen der aAotubhn fau esd hrhKeremici ewbrGgteeiebes unohaB tlegi anegu in misdee beit.eG Vno rdot hetg es dann chna witeer ni Rtunhgic .kceT tEaw shsec eatkHr natelmiss adtirhwhltfcacnisl zteeutsng Ldan tis hnlaBsueBl.aet- bO erd saerleehzigtgncwe Husum sajlme widree ufa dme eerHrbungg ibseatuterge dirw, tis mit dre ciGhsgeirdndneattnseumee arhfcgil rg.ansDwd eeo lteuceishswntavnecrgh eeghrVon erirttieri eeliv Sie tteahn gSor,e itm dsiere seEchngtuidn nie eiltrU neei locsh geeiisr uz - dnu auhc ads etHf sau dre Hadn zu e,bgne elwi eciKhihmr ndu gotiNnezn tmi im Boto si.dn Ein rlseak Ja oder ieNn asl tnotArw uazd gba es onv irnRae cnith: aDs neazG its nie tidaksemsohcer nraer;hfeV eid Neusgnuafs esd unr ine erreetalslr t,rihtcS um salel rtieeWe ni edi eWeg enitle uz nen.önk sE ofglne tmi end bo tewa iegttennD aniftchwrlcdtehilsa zur tl,lets ow uhac rmemi sdiee einelg sellon oerd bo se nenei aBneefobersihtlcrg gi.tb cAuh ied nlolse aetfgbr derwn.e Dnan tkmom dsa mit ngBiieegltu ndu eägTrr lnge,eBa eseiwpeiesbsil hee canh weat izwe hJearn sad sda eGzna nigmegeth dreo nhct.i etGh red aDemun canh ,oben tgli erd sib 052,3 sbi andih eid 42 Hkeatr epltktmo tubaeb dewner - bera nh.ict ist niee Optnoi dei adhnelngfoce en.oatneriG nnigBer wri nur 51 raketH sni neRenn udn ien Brerweeb 21, hegt er oenrdswa inh. einne inDgteret nalenauBpbsgu nkan rde tetDnrgie idmtenGreae htce,sndenei iew asd teiGbe beaubt ndu sglatsaeetut ewrdne ieRarn aH.amßnun

Misstöne bei der Debatte

Dettingen. Es wurde ein langer Sitzungsabend des Dettinger Gemeinderats. Am Ende, nach rund zweieinhalbstündiger Debatte, brachte es Andreas Hummel auf den Punkt: „Jeder ist festgelegt und hat zu dem großen Gewerbegebiet seine eigene Meinung. Aber der Hungerberg wird uns nicht spalten. Wir sind anders als die USA.“ Davor gab es von seiner Seite klare Worte in Richtung Bürgermeister Rainer Haußmann. „Es kam in Ihrer Rede der Eindruck auf, dass manche Gemeinderäte nicht demokratisch wären. Dem widerspreche ich entschieden. Jeder von uns will die Weichen richtig stellen. Alle wollen blühende Landschaften - die einen in tatsächlicher Form, die anderen in übertragenem Sinn. Das ist lobenswert und muss honoriert werden“, erklärte Andreas Hummel. Er selbst sprach sich für die Realisierung des Gewerbegebiets aus. „Auch wenn es ein Riesending da oben ist. Ein kleineres Los wäre mir auch lieber“, sagte er.

Rainer Haußmann wies seinerseits den Vorwurf weit von sich, einigen Gemeinderäten antidemokratisches Verhalten zu unterstellen, konnte aber nicht alle überzeugen. Lange und ausführlich war sein Statement zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans im Allgemeinen und zum Hungerberg im Besonderen. Er und Hauptamtsleiterin Amelie Betz stellten die Entwicklung Dettingens in den vergangenen Jahrzehnten dar und verwiesen darauf, mit wie wenig Flächenverbrauch Dettingen seine Einwohnerzahl gesteigert hat.

„Misstrauen gegen Verwaltung“

Dazwischen aber flammte beim Schultes immer wieder Unverständnis auf, weshalb nicht alle Gemeinderäte dem Vorschlag der Verwaltung folgen wollen. Er sprach gar von einem grundsätzlichen Misstrauen, das wohl einige Gemeindräte gegen die Verwaltung hegten. Und dann kam auch immer wieder der Hinweis, dass es nicht demokratisch wäre, wenn der Gemeinderat eine Bürgerbeteiligung verhindern würde.

Gerade die Reihenfolge des Genehmigungsverfahrens erschloss sich Petra Ernst nicht. Sie hätte es sinnvoller gefunden, zuerst die Grundstückseigentümer und Bürger zu befragen, ehe der Gemeinderat über dieses wichtige und emotionale Thema entscheidet.

Bei der kontroversen Diskussion war es nicht verwunderlich, dass es drei Anträge gab: den Hungerberg ganz rausnehmen, das Gebiet auf 15 Hektar reduzieren, den Hungerberg samt dem weiteren Gewerbegebiet Tagbrunnenäcker - ehemalige Gärtnerei Diez - aus dem Flächennutzungplan nehmen. Sie alle wurden mehrheitlich abgelehnt. So wurden mit denkbar knapper Mehrheit die Weichen für ein 42 Hektar großes Gewerbegebiet gestellt. Iris Häfner