Kirchheimer Umland

70 Prozent der Einnahmen fehlen

Tradition Ingrid Weiler und Siegfried Jezierny betreiben immer einen Stand auf dem Schlierbacher Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr fällt er aus, doch es gibt eine Alternative, mit der die letzten Schäfer im Ort etwas Umsatz machen. Von Lena Bautze

Siegfried Jezierny und Ingrid Weiler (hinter dem Tresen) können jetzt ein paar ihrer Produkte beim Schlierbacher Wochenmarkt anb
Siegfried Jezierny und Ingrid Weiler (hinter dem Tresen) können jetzt ein paar ihrer Produkte beim Schlierbacher Wochenmarkt anbieten. Fotos: Jean-Luc Jacques

Der erste Advent ist für die Hobby-Schäfer ­Ingrid Weiler und Siegfried ­Jezierny von der Schlier­bacher Axberg­ranch, nahe der Kreisgrenze bei Kirchheim gelegen, ein wichtiger Tag. Die Lebenspartner stehen seit 2002 jedes Jahr mit ...

miehr uaf dme sWikahahtnremct ni .chabhSeiclr oDch sieesd aJrh tis ads dsearn, nend der rMkat ist ieadtonogcrnb ateasgb.g Dei hichabeSclrer treavnkerm otrd reoisaenmrewl elesiv udrn sum c.fahS fnAgageenn onv Fnleel sdecehenvire sib hin zu end ebbielent mLnregr,ambu arbe auhc erd adrf da cnthi hfenel.

Dis see rhaJ csih ide seecMnhn dwree ufa emd rktaM e,rnftef ncho dei neeLeircek coDh es itbg niee tal:retAinve mIemr tcmstohwi deifnt tnehri mde aauhRts ine meWkctnhora ta.stt An iemdse shci nnu uach edi etbieeiln.g aauDrf haebn isch der bearhlcSecrhi aaShcs nud eid htVantleenrworic sde Werhtmntscikhasa sueamnzm tim eedSrtzastbnni .eggeniti ist sru,pe asds wir drto die ahCcne b,aenh eseurn oderktPu zu uretf shci fSreigedi zn.iyJeer sE edünrf riemm urn iedr terweie zu ned endeanr ezadoumm.nk ztetj zwei aMl reeunsn tndaS tdor tsag niIgdr .ieerWl Dcho es bgti iene elg:eR iNhtc veturkaf redewn keto,Prud die amn nrmreewioaels rvo trO vtreehzr, wei oder lwil amn ngiebGnlepurdnup ovr den eätrlrk esi. sDa tis die ien tremxere :mzrtUsauelsvt rlieervne rhdcdua smmbtite dei na tuemertv dre dun neesi nuzh:i nkede ,sorag assd rwi ihcnt mal 03 nrztoPe Eenmhinna ebhan w.nedre riW nmheac uernsen aUtsmz ssont tmi edn rmgumberLan udn med

In esdemi Jhra enhba sie rniwege hhccelnsat slasen

m lisewaeNerro nretieeb chsi die debein oncsh ab utguAs auf end aakttrnhcsimWeh in clciebSrahh rvo - in edm ies nde pcnashS elfsaaumnm udn krpavecne oder ads fishcafeSclh mzu etzerMg g.irnben rhaJ ehnab wir rgweine ehcanlcsht atsg fredeSgii Jnye.eirz uhAc naemk iwereng nnehsceM zu he,inn dei ine aehslb redo nie sngaze aLmm nt:ollwe annk rmi evloenstlr, ssad bie hencnam sda leGd in dne neveaernngg antMnoe nkpeapr wdreu. dUn wo asptr amn da? Bei edn muevettr ide

c huA vno inher haneb ide ehhicrSacberl rgewein t:maechg earwn nus hruensi,c iew veil umPlibuk afu die nIdirg Wiel.re hcDo ruz rde beeind war cohsn eesilv ahcn dme ntrese ukatfesgaVr gw.e dsni elteizg uz snu ekommeng dun baenh rusnee kdouPert etrfu sie c.ish edi fhlSlaecef nsdi gtu

:oIfn eDi ethnse hnco inmeal am t,tioMwhc .2 ,beDzemre uaf edm traMk am hhabSliececrr usRaat.h

Die letzten Schäfer in Schlierbach

Siegfried Jezierny hütet zusammen mit seinen Schäferhunden Back und Honey die Schafherde.
Siegfried Jezierny hütet zusammen mit seinen Schäferhunden Back und Honey die Schafherde.

Vor über 25 Jahren haben Ingrid Weiler und Siegfried Jezierny angefangen, Tiere zu halten. Das jedoch schon immer nur als Hobby und aus Leidenschaft: „Die Einnahmen sind nur ein Nebenerwerb“, sagt Siegfried Jezierny. Mit ihrem Hobby sind sie die einzigen in Schlierbach, und ans Aufhören denken sie noch lange nicht: „Wir haben unsere Tiere noch, bis wir gesundheitlich nicht mehr können“, sagt der Schäfer. Er und seine Lebensgefährtin besitzen neben circa 60 Rhönschafen auch noch zwei Shetlandponys, Hühner und zwei Schäferhunde. Letztere sind immer dabei, wenn die Schafe die Wiesen wechseln.

Zehn Hektar stehen den Schafen in und um Schlier­bach zur Verfügung. „Manche Wiesen haben wir gepachtet“, sagt der 70-Jährige. Manche Besitzer wollen auch gar nichts dafür, denn die Eigentümer profitieren auch von der Herde: Sie müssen ihr Stückle nicht selbst mähen. „Die Tiere können das Gras an den Stellen fressen, wo eine Maschine sonst nicht mehr durchkommt“, sagt Siegfried Jezierny. So helfen die Schafe auch, die Streuobstwiesen in Schlierbach zu pflegen.

Bis zu zehn Jahre lebt ein Schaf in ihrer Herde. „Wir lassen unsere Tiere so lange wie möglich leben.“ leba