Kirchheimer Umland

70 Prozent der Einnahmen fehlen

Tradition Ingrid Weiler und Siegfried Jezierny betreiben immer einen Stand auf dem Schlierbacher Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr fällt er aus, doch es gibt eine Alternative, mit der die letzten Schäfer im Ort etwas Umsatz machen. Von Lena Bautze

Siegfried Jezierny und Ingrid Weiler (hinter dem Tresen) können jetzt ein paar ihrer Produkte beim Schlierbacher Wochenmarkt anb
Siegfried Jezierny und Ingrid Weiler (hinter dem Tresen) können jetzt ein paar ihrer Produkte beim Schlierbacher Wochenmarkt anbieten. Fotos: Jean-Luc Jacques

Der erste Advent ist für die Hobby-Schäfer ­Ingrid Weiler und Siegfried ­Jezierny von der Schlier­bacher Axberg­ranch, nahe der Kreisgrenze bei Kirchheim gelegen, ein wichtiger Tag. Die Lebenspartner stehen seit 2002 jedes Jahr mit ihrem Schäferstand auf dem Weihnachtsmarkt in Schlierbach. Doch dieses Jahr ist das anders, denn der Markt ist coronabedingt abgesagt. Die Schlierbacher vermarkten dort normalerweise vieles rund ums Schaf. Angefangen von Fellen über verschiedene geräucherte Würste bis hin zu ...

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Die letzten Schäfer in Schlierbach

Siegfried Jezierny hütet zusammen mit seinen Schäferhunden Back und Honey die Schafherde.
Siegfried Jezierny hütet zusammen mit seinen Schäferhunden Back und Honey die Schafherde.

Vor über 25 Jahren haben Ingrid Weiler und Siegfried Jezierny angefangen, Tiere zu halten. Das jedoch schon immer nur als Hobby und aus Leidenschaft: „Die Einnahmen sind nur ein Nebenerwerb“, sagt Siegfried Jezierny. Mit ihrem Hobby sind sie die einzigen in Schlierbach, und ans Aufhören denken sie noch lange nicht: „Wir haben unsere Tiere noch, bis wir gesundheitlich nicht mehr können“, sagt der Schäfer. Er und seine Lebensgefährtin besitzen neben circa 60 Rhönschafen auch noch zwei Shetlandponys, Hühner und zwei Schäferhunde. Letztere sind immer dabei, wenn die Schafe die Wiesen wechseln.

Zehn Hektar stehen den Schafen in und um Schlier­bach zur Verfügung. „Manche Wiesen haben wir gepachtet“, sagt der 70-Jährige. Manche Besitzer wollen auch gar nichts dafür, denn die Eigentümer profitieren auch von der Herde: Sie müssen ihr Stückle nicht selbst mähen. „Die Tiere können das Gras an den Stellen fressen, wo eine Maschine sonst nicht mehr durchkommt“, sagt Siegfried Jezierny. So helfen die Schafe auch, die Streuobstwiesen in Schlierbach zu pflegen.

Bis zu zehn Jahre lebt ein Schaf in ihrer Herde. „Wir lassen unsere Tiere so lange wie möglich leben.“ leba