Kirchheimer Umland

Adlerbräu soll Comeback feiern

Nostalgie Lokale Biermarke aus Ebersbach könnte fürs Stadtjubiläum vorübergehend wiederbelebt werden.

Durst - Bier
Anstoßen ist immer eine schöne Sache. Fragt sich, ob das vorrübergehend auch mit Adlerbräu wieder möglich sein wird. Symbolfoto

Ebersbach. Eine Biermarke aus Ebersbach könnte zum Stadtjubiläum im nächsten Jahr vorübergehend wiederbelebt werden. Wie Wirtschaftsförderer Thomas Müller berichtete, lotet der Verbund Ebersbacher Vereine (VEV) mit der Brauerei Dinkelacker aus, ob sie Gerstensaft mit dem Namen Adlerbräu erneut auflegt. Der Stuttgarter Bierproduzent Dinkelacker besitzt die Rechte an der eingestellten Marke aus Ebersbach. Nach Angaben von Stadtarchivar Uwe Geiger stellte Adlerbräu bis in die 80er Jahre in Ebersbach Bier her.

Geht die Brauerei aus Stuttgart auf den Vorschlag ein, könnten Sorten wie Pils oder Export mit dem Namen Adlerbräu auf einem Fest im Sommer die Kehlen der Besucher hinunterrinnen. Die Veranstaltung über das zweite Wochenende im Juli ist als ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 850-jährigen Bestehen der Stadt gedacht.

Vier Tage Fest auf Viehmarkt

Der VEV will vier Tage lang in und um ein großes Zelt auf dem Viehmarkt die Einwohner von Ebersbach unterhalten. Neben dem Fest im Sommer sieht das Programm vier weitere größere Veranstaltungen vor. Den Auftakt ins Jubiläumsjahr bildet ein Festakt. Weitere Schwerpunkte sind der Ebersbacher Frühling am 25. April, der Ebersbacher Herbst und ein mittelalterliches Lager mit Führungen. Diese „fünf Sterne“, wie sie die an der Planung Beteiligten nennen, verbindet das Motto „Wir feiern uns“. Der Leitspruch gilt gleichermaßen für die sechs Stadtteile Büchenbronn, Bünzwangen, Krapfenreut, Roßwälden, Sulpach und Weiler, die zu Ebersbach gehören und in denen einige der Feste stattfinden.

Stadt will Bleibendes

Ein Anliegen der Stadt ist, dass etwas Bleibendes geschaffen wird. Solche Überbleibsel können ein „Flow-Trail-Pfad“ für Mountainbike-Fahrer bei Büchenbronn sein oder eine Allee mit Birnbäumen, die entlang der Alten Büchenbronner Straße entstehen soll. Ein weiterer Anspruch ist, der Fils zentralen Platz im Programm einzuräumen sowie Veranstaltungen mit historischem Bezug einzubinden. „Wir haben bisher erreicht, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Müller.

Eine „Steuerungsgruppe“ koordiniert die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2020. Ihr gehören Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat und der Verwaltung an sowie Vertreter des VEV und des Stadtmarketingvereins „Pro Ebersbach“. Die Gruppe hat sich in letzter Zeit alle drei Monate getroffen. Ihre Mitglieder dürften in kürzeren Abständen zusammenkommen, je näher das Jubiläumsjahr 2020 rückt.Tobias Flegel

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