Kirchheimer Umland

Alles klar oder trübe Aussichten?

Seit Ende Februar analysiert die Diplom-Landschaftsökologin Sarah Löber die biologische Qualität von Bächen und Flüssen im Kreis Esslingen. Insgesamt 172 Mal untersucht sie in 91 verschiedenen Gewässern, was darin kreucht und fleucht. Doch wie sieht es nun aus mit der Wasserqualität im Kreis?

Sie haben ja nun schon die meisten Proben gezogen. Können Sie schon etwas zum Ergebnis sagen?

Löber: Nein, das können wir erst nach der endgültigen Auswertung. Unsere Ergebnisse werden ja auch noch nach einem standardisierten Verfahren hochgerechnet und mit früheren Untersuchungen verglichen.

Gibt es offensichtliche Unterschiede im Kreisgebiet?

Löber: In den Gegenden mit intensiver Landwirtschaft, also beispielsweise auf den Fildern, haben wir schon öfter eine schlechtere Wasserqualität. Hier um Kirchheim, am Fuße der Schwäbischen Alb, ist es zumindest vom bisherigen Eindruck sauberer.

Woran merken Sie das, wenn das Wasser nicht so ist, wie es sein könnte?

Löber: Wenn eine Art massenhaft auftritt, ist das immer ein Zeichen für eine Störung. So sind beispielsweise viele Schlammröhrenwürmer ein Zeichen für organisch verschmutztes Wasser, etwa durch unzureichend oder nicht geklärte Abwässer.

Was kann die Qualität eines Flusses oder Baches noch trüben?

Löber: Unzulänglichkeiten am Ufer wie Verbauungen oder Defizite im Bach- oder Flussbett können sich ungünstig auf den Sauerstoffgehalt und damit auf die Tiere im Wasser auswirken. An einem zu glatten Flussbett können sich die Tiere nur schwer gegen die Strömungen behaupten.

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