Kirchheimer Umland

Allez! Heute ist Anpfiff zur EM

Ist die Fußball-EM nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft überhaupt noch interessant?

Nur noch wenige Stunden, und 22 Mann rennen dem EM-Ball hinterher. Der Teckbote hat sich in Kirchheim umgehört, ob und wie die EM verfolgt wird.

EM Fanartikel UmfrageSara Huber aus LindorfDrückt der Deutschen Mannschaft die Daumen
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Kirchheim. Das Eröffnungsspiel schaut sich Ruben Schömers im Sportheim Neidlingen an. „Ich versuche alle Partien anzuschauen, solange es zeitlich nicht mit der Arbeit kollidiert.“ Er ist sich sicher, dass „die Mannschaft“ das Halbfinale erreicht, „aktuell ist es aber schwer einzuschätzen.“

Miriam Hötzel ist zwar kein Fußball-Fan, schaut sich aber sicherlich einige Spiele an. „Wenn mir noch Zeit bleibt, wegen meiner Kinder, fiebere ich gerne mit den Mannschaften mit.“ Sie ist die typische WM/EM-Guckerin und denkt, dass Deutschland das Halbfinale erreicht. „Hoff ich doch mal!“, fügt sie lachend hinzu und kümmert sich dabei wieder um ihre „Rote“ auf dem Grill.

Ein absoluter Gegner der EM ist Wolfgang Wolf. Er schaut sich keine Fußballspiele an. „Fußball lenkt vom richtigen Leben ab. Die wesentlichen Dinge bleiben verborgen.“ Er ärgert sich auch über die Fans in den S-Bahnen und vermutet, dass Fußball wie eine Art Droge süchtig macht.

Andrea Sisti aus Deggingen feuert bei der EM zwei Mannschaften an: Italien und Deutschland. Sein Herz schlägt aber für Italien und er hofft, dass „sein“ Team die Endrunde erreicht. „Die Testspiele waren ja gut“, freut er sich. Er erwartet spannende Zweikämpfe und viele Tore bei der EM. Besonders für die Italiener.

„I like FC Bayern“, strahlt Amadou Darboe. Er kam vor vier Monaten aus Gambia nach Kirchheim und sucht zurzeit noch jemanden, bei dem er einige Spiele anschauen kann. Die Eröffnung am Freitag verfolgt er bei einem Kollegen. Deutschland sei ein starkes Team, „und die kommen weit.“

Ulrich Miller wanderte mit seinen Eltern im Jahr 1968 von Kirchheim nach Sidney aus. Für ein paar Tage besucht er zurzeit Verwandte und fliegt diese Woche wieder nach Australien zurück. „Die EM ist sehr wohl ein Thema bei mir. Aber ich habe ein Problem: Um die Spiele der deutschen Mannschaft zu sehen, muss ich wegen der Zeitverschiebung sehr früh aufstehen.“ Er drückt Bundestrainer Jogi Löw und seinen Mannen alle Daumen und hofft, Deutschland spielt sich ins Finale.

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