Kirchheimer Umland

Ausbeute kann sich sehen lassen

FCT-Autoren haben bei Filmfestivals in vielen Sparten wieder Medaillen geholt

Mit acht Produktionen waren Autoren des Film Club Teck bei Filmfestivals auf Bundesebene vertreten. Es gab auch eine Einladung zu den 74. Deutschen Filmfestspielen.

Dettingen/Kirchheim. Größer kann der bei Filmern so wichtige Spannungsbogen nicht sein. Von nichts bis alles lautet nach Abschluss der verschiedenen Bundesfilmwettbewerbe die Bandbreite. Und die reicht von der Teilnahmeurkunde bis zur Goldmedaille samt Einladung zu den 74. Deutschen Filmfestspielen für nichtkommerzielle Autoren. Mit insgesamt acht Produktionen waren FCT-Autoren bei den Filmfestivals auf Bundesebene vertreten und haben dem Film Club Teck wieder alle Ehre gemacht. Dabei sein ist natürlich nicht alles. Es erfüllt schon mit Freude, wenn dann auch noch eine Medaille mit nach Hause genommen werden darf. Und derer gab es reichlich: viermal Bronze, zweimal Silber und einmal Gold.

Den Auftakt bildete die FantEx, das Festival der besonderen Art und zum letzen Mal in Waiblingen mit dem Schwerpunkt Fantasie- und Experimentalfilm, aber auch Trickfilm und Videoclip gehörten dazu. Josef Pettinger war mit „Seelentaucher“ dabei, dem Durchgleiten einer mystischen Traumwelt. Die Jury vergab dafür eine Bronzemedaille und die Stadt Waiblingen einen Buchpreis.

Zum Bundesfilmfestival Reise in Dortmund waren zwei FCT-Autoren gemeldet. Dr. Hanns-Jürgen Roll zeigte „Persien mit meinen Augen“ und wurde dafür mit einer Bronzemedaille bedacht. Für einen Neuling auf der Wettbewerbsschiene ist das ein Riesenerfolg. Bronze auch für Jürgen Leitz und „Hotels mit mehr als 5 Sternen“, ein augenzwinkernder „Werbespot“ und damit alles andere als ein herkömmlicher Reisefilm.

Ebenfalls eine Bronzemedaille erhielt Eberhard Halder beim Bundesfilmfestival Lokales im bayerischen Dorfen für „Bärenthaler Tuff“ und den damit verbundenen Blick in eine vergangene Zeit. In der Sparte Lokales ist auch „Der Kupferschmied“ angesiedelt. Für die ungewöhnliche Geschichte um ein aus Kupferblech entstehendes Alphorn erhielt Karl-Heinz Kosmalla in Dorfen eine Silbermedaille.

Über Silber darf sich auch Jürgen Leitz freuen für seinen zweiten Film „Stok Kangri“, der in Jülich beim Bundesfilmfestival Sport am Start war. Nur eine Jury-Stimme hatte zu Gold gefehlt. Das ist schade, aber nicht zu ändern. Geblieben ist die Hochachtung vor der Leistung bei einem selbst gefilmten Alleingang im Himalaya-Massiv.

Die Bandbreite von nichts bis alles durften Barbara und Hartmut Ibsch erleben. Für den etwas schrägen Zweiminüter „Nichts“ gab es bei der FantEx in Waiblingen lediglich eine Teilnahmeurkunde. Strahlende Gesichter und eine Goldmedaille dann aber in Dorfen beim Bundesfilmfestival Familie für „. . . zulassen“, die filmisch aufbereitete Rückschau auf eine schwierige Sohn-Vater-Beziehung. Der Mut dazu ist reichlich belohnt worden und erhält jetzt noch das Sahnehäubchen obendrauf: die Einladung zu den 74. Deutschen Filmfestspielen für nichtkommerzielle Autoren im saarländischen Sankt Ingbert – und das mit dem achten Film in Folge.

Wenn die Arbeit der Filmschaffenden zum Ende einer „Saison“ mit Medaillen bedacht wird, wiegt das viel Mühe auf. Es darf aber auch nicht der Einsatz der Juroren unterschätzt werden, die an den Festivalwochenenden innerhalb kurzer Zeit eine enorme Menge an Filmen nicht nur anzuschauen, sondern auch zu bewerten haben. Dabei nicht alle Autoren glücklich machen zu können, davon wissen die FCT-Mitglieder Lutz Schulze als Juryleiter und Dr. Volker Bürkle als Juror ein mehrstrophiges Lied zu singen. Dass auch sie sich wieder der Herausforderung Wettbewerb gestellt haben, ist ihnen ebenso hoch anzurechnen wie der Einsatz, den die FCT-Mitglieder leisten, wenn sie Filme schaffen. Nicht nur für den Wettbewerb, sondern auch „nur so“ zur Unterhaltung vieler Zuschauer.b.i.

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