Kirchheimer Umland

Bader ist jetzt „Mayor for Peace“

Atomvertrag Oberbürgermeister Bader und die „Mayors for Peace“ begrüßen den Atomwaffenverbotsvertrag.

Die "Mayors for Peace"-Flagge wird am Freitag auch am Kirchheimer Rathaus gehisst. Symbolfoto: pr
Die "Mayors for Peace"-Flagge wird am Freitag auch am Kirchheimer Rathaus gehisst. Symbolfoto: pr

Kirchheim. Am morgigen Freitag tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Als Mitglied der Organisation „Mayors for Peace“ begrüßt Kirchheims Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader dies. Als sichtbares Zeichen dafür wird das Rathaus beflaggt.

Die Organisation „Mayors for Peace“ setzt sich seit ihrer Gründung 1982 für die Verhinderung der weltweiten Verbreitung und Beschaffung von Atomwaffen ein. Das weltweite Städtebündnis mit rund 8000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, steht hinter dem Vertrag. Seit 2006 gehört die Stadt Kirchheim unter Teck zu dieser Organisation.

Städte gelten mit ihrer wichtigen Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl nach wie vor als bevorzugte Ziele im Falle eines nuklearen Angriffes. Weiterhin verfügen die Atommächte noch immer über etwa 13 400 Nuklearwaffen und produzieren und entwickeln neue. Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung wurden aufgekündigt, ohne dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten ist.

„Als Mitglied der ,Mayors for Peace‘ begrüße ich ausdrücklich das Inkrafttreten des Vertrages. Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Denn die humanitären Folgen eines Einsatzes sind katastrophal. Ich freue mich über diesen wichtigen Fortschritt in der nuklearen Abrüstung und Rüstungskontrolle. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten“, sagt der Oberbürgermeister.

Der Vertrag ist mittlerweile von 51 Staaten ratifiziert und von 86 Staaten unterzeichnet. Die Atommächte sind dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland ist nicht dabei. Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader: „Ich fordere daher die Bundesrepublik auf, dem Vertrag über das Verbot von Kernwaffen ebenfalls beizutreten.“

Durch die Unterzeichnung verpflichtet sich jeder Staat dazu, keine Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren und zu besitzen. Personen, die von Kernwaffentests oder- einsätzen betroffen sind, soll umfassend geholfen und Maßnahmen zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete ergriffen werden. Auch nach Inkrafttreten des Verbotsvertrages können Staaten noch beitreten. pm

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