Kirchheimer Umland

Braucht’s denn so was?

Viele Gemeinden im Landkreis haben ihre Sehenswürdigkeiten, und vielerorts erfreuen sich die Bürger über einen intakten Dorfkern. Dort ist Leben, dort trifft man sich und auch der Dorftratsch braucht sein Zentrum. In einigen Gemeinden ist es der Dorfbrunnen, in andern wiederum die Dorfwirtschaft, und dann gibt es noch die Plätze, wo sich die Bevölkerung seit Jahr und Tag trifft. Viele Städte und Dörfer sind gerade wegen dieser markanten Orte überregional bekannt. Zum Teil ziert futuristische und abstrakte Kunst die Plätze vor den Rathäusern, aber es gibt auch die Denkmäler, die in der Tat zum Denken anstoßen. Da wird dem Bürger plötzlich wieder bewusst, wie beschwerlich und einfach das Leben vor langer Zeit war. Vielleicht beginnt der eine oder andere beim Betrachten zu sinnieren, ob für die Zukunft nicht eventuell wieder das Einfache in den Vordergrund kommt. Wenn also den Sauküblern in Notzingen-Wellingen ein Denkmal gesetzt wird, vereint die Gemeinde damit die Vergangenheit mit der Zukunft. Die Schweine symbolisieren einerseits die Lust am Leben und zeigen andererseits als Nahrungslieferanten den Fleischliebhabern, wie wichtig die Tiere sind. Der Knabe im Bildnis hat seinen Spaß mit den Schweinen und braucht kein Smartphone oder Tablet, um glücklich zu sein. Auch wenn Notzingen mit einem Denkmal nicht gleich auf Platz eins in der Bekanntheitsliste der Gemeinden schießt, können die Gemeindevertreter mit der Beschaffung des Bildnisses zum Innehalten und Denken anregen – eben Denk mal!

Kommentar Thomas Krytzner Zum geplanten Brunnen in Notzingen


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