Kirchheimer Umland

Bürgerseen brauchen hitzefrei

Im Worst Case sind die Wege um die Seen wegen geschädigten Bäumen bis Mitte Oktober gesperrt

Der heiße und trockene Sommer hat auch an den Bürgerseen seine Spuren hinterlassen: Bei Wegekontrollen wurden gefährliche Schäden an rund 150 Bäumen entdeckt. Rund 30 sind wegen Wassermangel abgestorben. Deshalb sind die Wege vorerst gesperrt.

Seit gestern sind die Wege um die Kirchheimer Bürgerseen gesperrt. Schuld daran ist die lange Hitze. Wann die Wege wieder für Sp
Seit gestern sind die Wege um die Kirchheimer Bürgerseen gesperrt. Schuld daran ist die lange Hitze. Wann die Wege wieder für Spaziergänger geöffnet werden, ist bislang unklar. Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Wer für das kommende sonnige Wochenende einen Spaziergang um die Kirchheimer Bürgerseen im Visier hatte, muss sich etwas anderes überlegen. Denn die Wege sind seit gestern gesperrt – und bleiben dies mindestens noch bis übernächste Woche.

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Schuld daran ist die Hitze der vergangenen Monate. „Der Wasserspiegel der Seen liegt rund 50 Zentimeter unter dem, was üblich ist“, berichtet Christoph Lazecky vom Kirchheimer Ordnungsamt. Das führe dazu, dass die Bäume nicht genügend Wasser bekommen. Darunter leiden besonders die Eschen an den Wegen. „Irgendwann stellen die Bäume ihr Wachstum ein, und einzelne Teile sterben ab. Ein paar ältere Bäume haben es gar nicht überlebt“, ergänzt Lazecky.

Herabfallende Äste und umstürzende Bäume könnten für Passanten gefährlich werden. So sind an allen Öffnungen zum See Schilder angebracht, die darauf hinweisen, dass man das Gelände nicht betreten sollte. Damit Spaziergänger bald wieder sorgenfrei den Rundgang um die Seen genießen können, müssen etwa 30 Bäume gefällt werden; 150 weitere sind beschädigt.

Noch ist allerdings unklar, wann die Arbeiten überhaupt beginnen können: Weil sich die Seen in einem Naturschutzgebiet befinden, gilt die Vegetationsperiode. Das heißt, dass zwischen Anfang März und Ende September an keinem Ast geschnibbelt werden darf, damit die Pflanzen ungestört wachsen können. Dass in diesem Fall eine Ausnahme genehmigt wird, ist aber wahrscheinlich. „Dann ist es denkbar, dass die Wege schon übernächste Woche wieder teilweise geöffnet werden können“, sagt Christoph Lezacky. Im schlimmsten Fall jedoch – wenn das Ende der Vegetationsperiode abgewartet wird – müssen sich die Kirchheimer noch bis Mitte Oktober gedulden.