Kirchheimer Umland

Bundesfilmfestivals wieder online ohne Publikum

Drei Kandidaten vom Filmclub Teck haben es auf Bundesebene geschafft. Symbolbild
Drei Kandidaten vom Filmclub Teck haben es auf Bundesebene geschafft. Symbolbild

Dettingen. „Das beste digitale Gemeinschaftserlebnis - mit Abstand!“ Besser konnte der Bundesverband Deutscher Filmautoren (BDFA) seine aktuellen Bundesfilmfestivals nicht bewerben. Und damit machte er auch das Beste aus einer leider noch immer andauernden schwierigen Situation. Wettbewerbe ohne direkte Resonanz des Publikums - das wünscht sich niemand vor oder hinter der Kamera, am Mischpult oder Schneideplatz. Das aber ist noch immer die Realität und galt wiederum für die insgesamt vier Bundesfilmfestivals, an denen auch Autoren des Filmclub Teck (FCT) teilgenommen hatten.

Über die Regional- und anschließend die Landesebene erst einmal so weit zu kommen, ist schon aller Ehren wert. Das weiß man beim Film Club Teck und entsprechend groß war die Freude darüber, dass es gleich drei Autoren so weit geschafft hatten. Einer von ihnen, Dr. Helmut Leier, wird demnächst eine Bronze-Medaille in den Händen halten als Anerkennung für seinen Film „Eine Tante zieht ins Dorf“. Dies ist die von der Jury beim Bundesfilmfes­tival in Castrop-Rauxel mit viel Lob bedachte Dokumentation des Weges, der für die Gemeinde Gruibingen einen Lebensmittelladen mit besonderem Konzept ins Dorf brachte.

Anerkennung für ihre filmerische Arbeit durften auch Josef Pettinger („Hinter Tafeln blicken“) und Dr. Hans-Wolfgang Wetzel („Krabben angeln“) auf digitalem Weg von der Jury erfahren. Eine Medaille gab es für die beiden FCT-Autoren diesmal allerdings nicht. Das in Blieskas­tel beheimatete ­Bundesfestival Naturfilm vergibt nur wenige „Schmetterlinge“ und dafür hatte es leider nicht gereicht. Es gab aber generell den Vorteil, dass alle 149 Wettbewerbsbeiträge der Bundesfilmfestivalausrichter in Fuldabrück, Castrop-Rauxel, Schrobenhausen und Blieskastel zeitgleich ins Netz gestellt wurden. Es konnten online also sämtliche Filme auf Bundesebene angeschaut werden. Den persönlichen Erfahrungsaustausch und das Treffen innerhalb der gro­ßen „Filmerfamilie“ hat dies zwar nicht ersetzen können, aber irgendwann wird auch das wieder möglich sein. b.i.

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