Kirchheimer Umland

Camper an der Koppel

Kirchheim plant neue Wohnmobilstellplätze

Ein Teil des Ziegelwasens könn- te sich in einen kleinen Campingplatz verwandeln: Am hintersten Ende des Kirchheimer Festplatzes sollen acht Stellplätze für Wohnmobile entstehen.

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Andreas Volz

Kirchheim. Eigentlich hätte der Kirchheimer Technik- und Umweltausschuss bereits beschließen sollen, die acht Stellplätze für insgesamt 53 000 Euro zu erstellen. In der Diskussion tauchten aber noch viele Fragen auf, die weiterer Klärung bedurften. So war bislang nur für vier der acht Stellplätze ein Stromanschluss vorgesehen. Außerdem war nicht an eine Müllentsorgung gedacht. Diese Themen sollen nun detaillierter aufgearbeitet werden. Auch Fragen zur Auslastung solcher Stellplätze und zur Amortisierung der Kosten sind noch zu klären.

Das eine oder andere Ausschussmitglied entpuppte sich als bekennender „Wohnmobilist“. Aber auch die Nichtcamper machten sich dafür stark, alle Stellplätze mit einem Stromanschluss zu versehen. Sorgen um die Vermüllung des östlichen Ziegelwasenrands haben die Ausschussmitglieder ebenfalls – am heftigsten Thomas Auerbach von der CDU-Fraktion: „Ich erlebe das regelmäßig in unserem Hain der Kulturen. Das ist mittlerweile ein Hain der Wegwerf- und der Saufkultur.“

Allerdings ist bei den Wohnmobil-Touristen eher nicht mit nächtlichen Saufgelagen zu rechnen. Sie sind meist im gesetzteren Alter. Und die Stadt möchte ihnen unter anderem deshalb mehr anbieten als die bisherigen drei Stellplätze, weil von ihnen „überdurchschnittlich hohe Tagesausgaben“ zu erwarten sind. Sie sollen sich also in Kirchheim wohlfühlen und allen erzählen, dass sich ein Ausflug an den Fuß der Teck lohnt.

Deswegen gab es im Ausschuss auch Bedenken, ob die Nähe zum Standort des Reit- und Fahrvereins die Tagestouristen nicht abschrecken könnte. Der zuständige Fachbereichsleiter Martin Zimmert teilt diese Bedenken aber nicht: „Bei uns herrscht überwiegend Westwind.“ Demnach dürften also eher den Pferden die Grilldüfte der Camper in die Nüstern steigen als den Campern der Geruch der Pferdeäpfel in die Nasen.