Kirchheimer Umland

Dem Tod den Schrecken nehmen

Begleitung Der DRK-Kreisverband bietet Letzte-Hilfe-Kurse zur Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden an.

Christiane Wiedemann, Tanja Baumann und Christina Scheu (von links) zeigen, wie gute Sterbebegleitung gelingen kann.
Christiane Wiedemann, Tanja Baumann und Christina Scheu (von links) zeigen, wie gute Sterbebegleitung gelingen kann. Foto: Nicole Mohn

Kreis. Die neuen Letzte-Hilfe-Kurse des DRK-Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim wollen Mut machen, sich mit dem Thema Tod zu befassen. Sie vermitteln Rat und Denkanstöße für eine gute Begleitung eines Menschen auf seinem letzten Weg.

Erste Hilfe kennt jeder. Aber Letzte Hilfe? Für Kursleiterin Tanja Baumann vom DRK Nürtingen-Kirchheim sind diese beiden Dinge gar nicht so unterschiedlich, sind doch beide gelebte Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Und in beiden Kursen werden Laien Techniken vermittelt, wie man helfen kann.

Anders als bei der Ersten Hilfe geht es aber nicht um die richtigen Handgriffe oder Abläufe wie beispielsweise bei der Herzdruckmassage. Vielmehr geht es darum, verschiedene Möglichkeiten für eine gute Sterbebegleitung kennenzulernen und sich mit dem Thema Sterben auseinanderzusetzen. Außerdem werden Möglichkeiten zur nicht-medikamentösen Schmerzbehandlung geübt. „Der Kurs soll Orientierung geben, aber auch Ängste und Unsicherheiten nehmen“, fasst es ihre Kollegin Christina Scheu zusammen.

Informationen geben die Module auch zu regionalen Unterstützungsangeboten im Bereich Palliativ-Pflege und Sterbebegleitung. „Wir kooperieren zum Beispiel mit den Hospizdiensten und den sozialen Netzwerken in der Region“, erklärt Christiane Wiedemann, ebenfalls ausgebildete Kursleiterin für die Letzte Hilfe. So kooperiert das DRK-Team für die ersten Unterrichtsabende mit „Unser Netz“ aus dem Lenninger Tal.

Der erste Kurs startet am heutigen Dienstag von 17.30 bis 22 Uhr im Katastrophenschutz-Zentrum in Owen. „Hier haben wir noch ein paar Plätze frei“, sagt Koordinatorin Bettina Becher. Nächste Termine sind bereits in Vorbereitung: Ge­plant sind ein weiterer Kurs am 6. Juli im Katastrophenschutz-Zentrum in Owen und auch am 9. November beim DRK-Kreisverband in Nürtingen. Neben den öffentlichen Kursen bieten die Fachkräfte auf Anfrage auch die Möglichkeit für geschlossene Kurse an.pm

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