Kirchheimer Umland

Der Winter bremst den Arbeitsmarkt nicht

Beschäftigungszahlen Die Arbeitslosenquote sinkt im Bezirk auf 3,4 Prozent.

Region. Der Arbeitsmarkt in der Region hat sich auch im Wintermonat Februar ausgesprochen robust gezeigt. Nachdem wie saisonal üblich die Zahl der Arbeitslosen zum Jahreswechsel gestiegen war, hat sich nun der stetige Abbau der Arbeitslosigkeit fortgesetzt. Selbst der Kälteeinbruch konnte dem Arbeitsmarkt nichts anhaben. Thekla Schlör, Leiterin der Göppinger Arbeitsagentur, meint: „Unternehmen suchen in fast allen Branchen Mitarbeiter. Besonders freut mich, dass auch Langzeitarbeitslose davon profitieren können.“

Langzeitarbeitslos ist, wer seit einem Jahr oder länger Arbeit sucht. „Der Rückgang in diesem Bereich zeigt, dass wir mit unseren Angeboten und Instrumenten richtig liegen. Wir werden Langzeitarbeitslose weiter intensiv unterstützen, damit sie die Chancen des guten Arbeitsmarktes für sich nutzen können.“

Insgesamt waren im Bezirk der Agentur für Arbeit mit den Landkreisen Esslingen und Göppingen 14 900 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 326 weniger, also minus 2,1 Prozent, als im Januar, und 1 266, also minus 7,8 Prozent, weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 3,4 Prozent.

Von allen Arbeitslosen im Agenturbezirk gehörten 6 481 Personen der Arbeitslosenversicherung an und wurden von der Arbeitsagentur betreut. 8 419 Personen waren in der Grundsicherung gemeldet und wurden von den Jobcentern in den beiden Landkreisen Esslingen und Göppingen betreut.

Im Landkreis Esslingen waren im Februar insgesamt 9 821 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 239 weniger als im Januar und 861 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent. In Esslingen lag sie bei 3,6 Prozent, in Kirchheim bei 3,1 Prozent, in Leinfelden-Echterdingen bei 2,7 Prozent und in Nürtingen bei 3,1 Prozent. Im Februar 2017 hatte sie noch bei insgesamt 3,6 Prozent gelegen.

Im Landkreis Göppingen waren im Februar insgesamt 5 079 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 87 weniger im Januar und 405 weniger als im Vorjahr. Der Landkreis Göppingen verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 3,6 Prozent. Im Vorjahr lag sie bei 4,0 Prozent.

Im Februar waren 238 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet. Das waren 27 Personen oder 12,8 Prozent mehr als vor einem Monat, aber 37 oder 13,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Bei den jungen Menschen unter 25 Jahren waren es 1 390 Arbeitslose, 124 oder 9,8 Prozent mehr als im Vormonat, aber 159 oder 10,3 Prozent weniger als im Februar 2017.

Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zum Januar um minus 3,2 Prozent auf 5 158 Personen gesunken. Das waren 176 Personen oder 3,3 Prozent weniger als im Februar 2017.

4 041 Menschen waren im Februar seit mindestens einem Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet und galten damit als langzeitarbeitslos. Das waren 77 Personen weniger als im Vormonat und 303 weniger als im Vorjahresmonat.

Die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen nahm von Januar auf Februar um vier auf 859 Personen ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 22 schwerbehinderte Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen waren im Februar 11 897 Stellen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter zur Besetzung gemeldet. Gegenüber Januar ist das eine Zunahme um 683 Stellen. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist im letzten Monat ebenfalls gestiegen: Insgesamt wurden 3 992 Stellen neu gemeldet.pm

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