Kirchheimer Umland

Dettingen verzichtet auf 25 Euro

Fischerei Weder die „große“ Lauter noch die 14 weiteren kleinen Bäche und Gräben in Dettingen werden verpachtet.

An der Lauter in Dettingen wird nicht geangelt.Foto: Carsten Riedl
An der Lauter in Dettingen wird nicht geangelt.Foto: Carsten Riedl

Dettingen. Man mag es kaum glauben: Dettingen ist reich an Gewässern - zumindest was die Anzahl anbelangt. Neben der Lauter gibt es beispielsweise den Fahrtobel- und Tiefenbach sowie den Finkengereuth- und den Teufelsmühle­graben. Insgesamt sind es 14 mehr oder weniger wasserführende Lauter-Zuflüsse.

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Die Verwaltung stellte die Verpachtung der Fischereirechte zur Diskussion. „Der Kegeles- und Jauchertbach sind sehr fischarm“, erklärte Jochen Sokolowski, Leiter des Ortsbauamts. In Abstimmung mit dem Fischerei-Fachberater des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart wäre von allen Gewässern nur die Lauter vom Wehr „Schwarze Falle“ und eventuell der Jauchertbach interessant. Letzterer hat jedoch als Vorfluter der Naberner Kläranlage eine schlechte Wasserqualität, weshalb das RP davon abrät, ihn anzubieten.

„Die kleinen Gewässer sind uninteressant. Zudem generieren wir nur Probleme, die in keinem Verhältnis zu den 25 Euro Pacht im Jahr stehen“, sagte Dr. Steffen Ochs, Dettinger Gemeinderat und Leiter des Referats für Gewässer und Boden beim RP. Bei jeder geplanten Maßnahme an einem Bach müsste die Zustimmung der Pächter eingeholt werden.

Bei zwei Neinstimmen sprach sich der Gemeinderat deshalb klar gegen die Verpachtung der Fischereirechte aus. Iris Häfner