Kirchheimer Umland

Diakonie schafft Klarheit

Hilfesystem Die Neuauflage der Broschüre der Diakonie sorgt für eine Übersicht aller Träger und Einrichtungen im Landkreis Esslingen. Sie verhilft Notleidenden zu einer schnellen Orientierung. Von Maik Treder

Michael Waldmann (links), Eberhard Haußmann und Peter Gerecke präsentieren die neue Broschüre der Diakonie im Landkreis Esslinge
Michael Waldmann, Eberhard Haußmann und Peter Gerecke (von links) präsentieren die neue Broschüre der Diakonie im Landkreis Esslingen. Foto: Carsten Riedl

Vor mehr als zehn Jahren schlossen sich 28 diakonische Träger und vier evangelische Kirchenbezirke zur Diakonie im Landkreis Esslingen zusammen (DiL).

Die DiL ist dabei ein Auffangbecken für Schwächergestellte und will gemeinsam gegen den sozialen Unfrieden vorgehen. Oberstes Ziel dabei ist, Notleidenden zu helfen.

Seit der Erstauflage der Diakonie-Broschüre im Jahre 2009 ist die Zahl der Mitgliedseinrichtungen enorm gestiegen. Zudem hat ein Wechsel an der Spitze stattgefunden und laut dem Geschäftsführer der Diakonie im Landkreis Esslingen, Eberhard Haußmann, befindet sich das derzeitige Hilfesystem im Wandel. Viele Gründe also, für eine transparente Aktualisierung zu sorgen.

Die Neuauflage der Informationsbroschüre bietet genau das. In erster Linie soll sie Klarheit über das breite Spektrum der zahlreichen Einrichtungen und Trägerschaften verschaffen. Die Broschüre stellt mehr als 100 Träger vor und dient als Ratgeber für Hilfsbedürftige. Es gibt sie an den Trägerstandorten und in der Kirchheimer Bezirksstelle. Dabei sorgt das neue Druckwerk für klare Übersicht: Von Alten-, Behinderten- und Beschäftigungshilfen, Diakonie- und Sozialstationen über Flüchtlingsarbeit, Kinder- und Jugendhilfen bis hin zur Wohnungslosenhilfe - die DiL ist ein breit gestreutes Netzwerk, das unterschiedliche Anlaufstellen im Landkreis bündelt. Das große Leistungsspektrum, darüber sind sich die Vorsitzenden im Klaren, ist nur durch den Einsatz von 1500 Ehrenamtlichen und 4000 Mitarbeitenden an 160 Standorten möglich.

Über die Hilfsangebote in der Broschüre hinaus strebt die DiL weitere Veränderungen an und stellt auch politische Forderungen. Bezahlbare Wohnräume und die Nachsteuerung der Pflege sind nur zwei von vielen Anliegen der Diakonie. Die Wohnraum-Situation erfordere einen Zuwachs an Sozialhilfewohnungen. Laut Peter Gerecke, stellvertretender Vorsitzender der Diakonie im Landkreis Esslingen, müssen Hochpreissegmente eingeschränkt und Ressourcen geschaffen werden. Der Fachkräftemangel in der Pflege ist eine weitere Herausforderung, mit der sich die DiL konfrontiert sieht. Der demographische Wandel beanspruche mehr Pflegekräfte, weshalb man dringend Menschen für den Beruf der Pflege begeistern müsse. Hier, aber nicht nur in diesem Bereich, arbeitet die DiL eng mit Kommunen, dem Landkreis, dem Jobcenter, dem Land Baden-Württemberg, Krankenkassen und weiteren Organisationen zusammen, um dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit näher zu kommen.

Anzeige