Kirchheimer Umland

Die „älteste Boygroup im Ländle“ begeistert die Senioren

Seniorennachmittag Buntes Programm mit Musik, Tanz und Kabarett in der Notzinger Gemeindehalle.

Das Brock-Terzett sorgte für gute Laune beim Seniorennachmittag in der Notzinger Gemeindehalle.Foto: Katja Eisenhardt
Das Brock-Terzett sorgte für gute Laune beim Seniorennachmittag in der Notzinger Gemeindehalle.Foto: Katja Eisenhardt

Notzingen. Otto Kuppinger ist stolze 94 Jahre alt und zählt damit zu den ältesten Besuchern des Notzinger Seniorennachmittags. Seit vielen Jahren kommt er sehr gerne zu dem Treffen für alle ab 60. „Ich war früher im Gemeinderat, da hat der Besuch beim Seniorennachmittag dazugehört. Jetzt im Alter braucht man den Kontakt, es macht Spaß, und man kennt viele Leute, sieht auch die mal wieder, die man sonst das ganze Jahr über nicht trifft. Das ist eine schöne Abwechslung“, findet Otto Kuppinger. Ihm gegenüber am Tisch sitzt Wilfried Kälberer, der jahrzehntelang für die Zusammenstellung des bunten Programms zuständig war. Auch er ist immer dabei, wenn nichts dazwischen kommt.

Schwäbisch-knitz wird es an diesem Sonntag mit dem Brock-Terzett - die „Älteschte Boygroup em Ländle“ - wie sich das Trio Gerhard Brodbeck (Gitarre, Gesang), Kurt Eisele (Akkordeon, Gesang) und Günther Röttger (Bass, Gitarre, Gesang) selbst bezeichnet. In ihren launigen Texten geht es so etwa um das unvergleichbare „Württemberger Viertele“ oder auch die Eigenheiten des „Gesangvereins“.

„Ein Training für die Bauchmuskeln“ verspricht Bürgermeister Sven Haumacher für den Auftritt von Marianne Bischoff alias „s‘Mariele von dr Alb“, sportlich geht‘s beim Auftritt der Kinderturngruppe des TSV Notzingen weiter, für einen musikalischen Abschluss sorgt der Spielmannszug der örtlichen Feuerwehr.

„Im Schnitt haben wir jedes Mal zwischen 180 und 200 Besucher“, erzählt Klara Quiring von der evangelischen Kirchengemeinde, deren Mitglieder den Seniorennachmittag alljährlich gemeinsam mit jenen der katholischen Kirchengemeinde organisieren. Gut 16 Helfer des eingespielten Teams sind allein für den Kaffeeausschank in der nahezu voll besetzten Gemeindehalle im Einsatz, dazu kommen jene, die in der Küche im Hintergrund agieren: Kuchenteller richten, Hefezopf, Brezeln und Dätscher bereitstellen, frischen Kaffee kochen, Getränke verteilen - es gibt allerhand zu tun.

Von Bürgermeister Sven Haumacher erfuhren die Senioren, was sich im vergangenen Jahr so alles im Ort getan hat beziehungsweise was aktuell ansteht. Zur breiten Palette zählen dabei bekannte Großprojekte wie der Bau eines Pflegeheims, das im Oktober 2019 fertig werden soll oder der Rathausumbau. Sven Haumacher gab zudem bekannt, dass er sich im kommenden Jahr erneut zur Wahl stellen wird.Katja Eisenhardt

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