Kirchheimer Umland

Die B 313 bringt Kirchheim ins Stocken

Straßensanierung zwischen Wendlingen und Plochingen wirkt sich weiträumig aus

Nicht klein, aber doch lokal begrenzt ist die Ursache. Groß und weiträumig dagegen ist die Wirkung: Da ist die B 313 zwischen Wendlingen und Plochingen für einige Tage gesperrt, und schon bricht auch in Kirchheim das gefühlte Verkehrschaos aus – zum Beispiel auf der Stuttgarter Straße in Ötlingen oder auf der Umgehungsstraße zwischen dem Hochhaus und dem Schlierbacher Eck.

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Kirchheim. In mehreren Bauabschnitten wird auf der B 313 die Fahrbahndecke erneuert. Begonnen haben die Arbeiten, die laut Mitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart 2,5 Millionen Euro kosten sollen, am 15. Oktober. Der Abschluss des dritten und letzten Bauabschnitts ist bereits für den kommenden Montag, 2. November, vorgesehen. Bis dahin zeigt sich aber noch, was es bedeutet, dass auf den betroffenen Streckenabschnitten der B 313 jeden Tag 60 000 Fahrzeuge unterwegs sind. Die meisten Fahrer müssen sich vorübergehend neue Wege suchen.

Zu finden sind diese Wege teilweise in Kirchheim. Wer beispielsweise auf der Autobahn aus Richtung Stuttgart kommt und nach Göppingen will, wird normalerweise bei Wendlingen auf die B 313 und anschließend bei Plochingen auf die B 10 wechseln. Während der Bauzeit empfiehlt das Regierungspräsidium nun zwei alternative Strecken: entweder bis Kirchheim-Ost auf der Autobahn bleiben, um dann eben über die Umgehungsstraße, das Schlierbacher Eck und Schlierbach nach Göppingen zu gelangen, oder eben erst bei Aichelberg die Autobahn verlassen.

In der Pressemitteilung heißt es außerdem: „Es ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren oder wenn möglich die Bahn zu benutzen.“ Die Ausweichstrecke über Kirchheim jedenfalls scheint nicht großräumig genug zu sein, denn auch hier kommt es derzeit zu den „erheblichen Verkehrsbehinderungen“.

Es gibt nämlich auch in der Gegenrichtung vergleichbare Schwierigkeiten. So reiben sich in diesen Tagen manche Ötlinger verwundert die Augen und fragen sich, wo denn die vielen Autos auf der Stuttgarter Straße herkommen – zusätzlich zum „normalen“ hohen Verkehrsaufkommen – und wo die alle hin wollen. Auch da hilft ein Blick auf die Karte oder auch in die Pressemitteilung: Wer von München kommend in Richtung Wendlingen und Umgebung will, verlässt die Autobahn eine Ausfahrt früher als gewohnt, und das ist dann eben die Ausfahrt Kirchheim-West. Von dort geht es auf die Hegel­straße und anschließend nach links in die Stuttgarter Straße, und schon stockt in Ötlingen der Verkehr.

Den Kirchheimer Autofahrern bleibt zum einen das Fazit: „Die B 313 ist uns näher als wir denken.“ Zum anderen bleibt ihnen die Aussicht, dass sich die Lage – wenn alles nach Plan läuft – bereits zum Gallusmarkt entspannt. Das Ende der Bauarbeiten an der B 313 ist nämlich für Montagmorgen um 5 Uhr vorgesehen. Und abschließend bleibt dann noch zu hoffen, dass sich das auch rechtzeitig rumspricht.

Lange Autoschlangen und dichter Verkehr sind auf der Stuttgarter Straße nichts Ungewöhnliches. Derzeit aber ist der Verkehr noch
Lange Autoschlangen und dichter Verkehr sind auf der Stuttgarter Straße nichts Ungewöhnliches. Derzeit aber ist der Verkehr noch dichter als sonst, weil die B¿313 saniert wird. Das führt zu zahlreichen „Ausweichmanövern“ in Kirchheim und sorgt für diverse Staus.Foto: Jean-Luc Jacques
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