Kirchheimer Umland

Die Erinnerung wachhalten

Kirchheim. Mit dem Verlust der Heimat ging für viele Menschen im Gebiet des Mährisch-Schlesischen Sudetengebirgsvereins (MSSGV) im Altvaterland nach dem Krieg auch der Kontakt zu Verwandten, Freunden und Nachbarn verloren. Als die Vereinszeitschrift Altvater wieder erschien, wurde rasch klar, dass sie auch ein Weg sein konnte, die Kontakte wieder herzustellen. Für die meisten Orte im Altvaterland fanden sich Männer und Frauen, die über die Schicksale der früheren Bewohner berichteten. Auch heute noch pflegen diese „Ortsbetreuer“ und ihre Nachkommen die Karteien. Bei der diesjährigen Tagung in den Räumen des MSSGV in Kirchheim wurde deutlich, dass es viel zu tun gibt. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist heute, der Enkelgeneration Auskunft über die Großeltern und die Orte zu geben, in denen sie gelebt haben. Oft haben die traumatisierten Vertriebenen nicht viel über ihre Heimat und das Leben in den Dörfern vor dem Krieg erzählt.


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