Kirchheimer Umland

Die Notzinger Wehr ist in allen Abteilungen gut aufgestellt

Hauptversammlung Das neue Löschfahrzeug reduziert den Ausbildungsaufwand und steigert die Qualität spürbar.

Notzingen. Der Stabführer des Notzinger Spielmannszugs, Heinz-Dieter Grolig, eröffnet mit seinen 18 Spielleuten des Spielmannszugs der Feuerwehr Kirchheim musikalisch die Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Notzingen. Die 18 Auftritte im vergangenen Jahr haben die Spielgemeinschaft der beiden Züge hörbar zusammenwachsen lassen. Mit vielen Gästen konnte der Zug mit der gesamten Feuerwehr im vergangenen Jahr seinen 50. Geburtstag gebührend feiern. Eva Feller wurde für zehn Jahre Musik im Spielmannszug ausgezeichnet. Nina Kieser, die den Zug stellvertretend leitet, ist seit 20 Jahren dabei, Bianca Dressel seit 30 Jahren. Ursula Kiltz und Monika Sowada unterstützen beide seit jeweils 40 Jahren aktiv als Flötistinnen den Spielmannszug. Auch sie bekamen Ehrennadel, Urkunde und Präsente vom stellvertretenden Kreisstabführer Uli Schmid aus Kirchheim und Bürgermeister Sven Haumacher überreicht.

Die Kinder- und Jugendfeuerwehr präsentierte sich motiviert und gut in Form. Das Schwerpunktthema im Jahr 2019 waren Blaulichtorganisationen mit entsprechenden Besuchen vor Ort. Jugendwart Kathrin Schmidt hat mit ihren Stellvertretern Norman Rieker und Axel Höger gute Arbeit geleistet. Das haben die Jugendsprecher Lukas Besser und Moritz Gulla in ihren Ausführungen dick unterstrichen. Sie waren stellvertretend für die 28 Kinder und Jugendlichen auf der Bühne. Kath­rin Schmidt freut sich über ihr Team an Betreuern im Hintergrund. So konnte die - wegen beruflicher Weiterentwicklung - frei werdende Funktion von Axel Höger als Leiter der Kinderfeuerwehr sofort wieder aus diesen Reihen besetzt werden. Eva Feller als angehende Erzieherin hat die Aufgaben übernommen.

15 Einsätze waren für die 58 Mitglieder der Einsatzabteilung zu bewältigen. Mit dem neuen mittleren Löschfahrzeug MLF, das im Sommer ein 27 Jahre altes Löschfahrzeug ersetzt hatte, wurden die Möglichkeiten der Feuerwehr weiter erhöht. „Es stehen nun zwei baugleiche Fahrzeuge im Einsatzdienst. Das reduziert den fahrzeugbezogenen Ausbildungsaufwand und steigert die Qualität. Das ist jetzt schon spürbar“, erklärte Kommandant Benjamin Lay.

Neues zum Neubau

Das Projekt Neubau des Feuerwehrhauses geht in die nächste Runde. Wie wichtig ein Gebäude auf dem heutigen Stand der Vorschriften und Technik für einen sicheren und auch im hygienischen Sinn sauberen Dienst- und Einsatzbetrieb ist, erläuterte der Kommandant ebenfalls. Er lobte die von Vertrauen geprägte und konstruktive Zusammenarbeit mit Bürgermeister Sven Haumacher, der Gemeindeverwaltung und explizit auch mit dem Gemeinderat. Das Credo des Kommandanten: „Wir arbeiten sehr intensiv zusammen und finden gemeinsam die für Notzingen passenden Lösungen.“

Bürgermeister Haumacher gab Auskunft über den aktuellen Stand des Verfahrens zur Beauftragung eines Architekturbüros. Sein Dank galt allen Mitgliedern der Feuerwehr für ihren Einsatz zugunsten von Gemeinde und Gesellschaft. Die Versammlung folgte einstimmig seiner Empfehlung, Kassier Matthias Strobelt zu entlasten. Dieser hatte zuvor von einem Plus in der Kameradschaftskasse berichtet. Die Kasse wurde vom Bürgermeister mängelfrei geprüft.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Roland Schultheiß aus Kirchheim stellte den Notzinger Feuerwehrmitgliedern ein gutes Zeugnis aus. Er berichtete von der Umstellung auf den digitalen Sprechfunk, die im laufenden Jahr im Landkreis ansteht.

Dass die Aus- und Weiterbildung einen hohen Stellenwert hat, spiegelt sich auch in den Beförderungen - für die Mindestanforderungen an Ausbildung und Dienstzeit festgelegt sind. Teresa Pleger, Raphael Knor und Matthias Buttig bekamen den Rang Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau verliehen. David Kugler wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert. Lukas Besser und Anastasios Hailas verstärken ab sofort die Einsatzabteilung.

Alexander Koch erhielt das silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Einsatz in der Feuerwehr. Ralf Krammer trägt nach 40 Jahren im Einsatz das Feuerwehrehrenzeichen in Gold. bl

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