Kirchheimer Umland

Doch noch Zebrastreifen in Dettingen?

Verkehr Für mehr Schulwegsicherheit setzt sich der Gemeinderat schon lange ein. Bislang bei Querungen aber erfolglos.

Dettingen. „Das Thema beschäftigt uns schon lange. Jetzt sieht es aber weitaus besser aus, Zebrastreifen bewilligt zu bekommen“, zeigte sich Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann zuversichtlich. Ins gleiche Horn blies Amelie Betz vom Hauptamt und erinnerte an die häufigen Diskussionen im Gemeinderat. Zebrastreifen in 30er-Zonen anbringen zu können war der Schlossberggemeinde bislang nicht gelungen. Es gab dazu nicht nur eine Verkehrsschau, das Ergebnis war jedoch immer das gleiche: ein beständiges Nein vonseiten der Straßenverkehrsbehörde. Sowohl die Anzahl der Fahrzeuge als auch der Fußgänger reichte nicht aus. „Die Verordnung wird geändert, und die Grenze dafür soll deutlich nach unten gesenkt werden“, konnte sie mitteilen. Wann dies der Fall sein wird, jedoch nicht.

Allerdings hat die Verwaltung eine klare Vorstellung davon, wo und wie viele Zebrastreifen die Straßenlandschaft bereichern sollen: an der Querung der Teckstraße im Bereich Bissinger Straße im Ort und an der Querung der Limburgstraße im Bereich „Am Breitenstein“ zum Fuß- und Radweg Rauberweg auf dem Guckenrain. „Das sind neuralgische Stellen“, begründete Amelie Betz die Standorte.

„Schneller als die Vorschrift“

„Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Ich bin mehr als froh und dankbar, dass die gefahrbehafteten Stellen entschärft werden können. Doch wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zebrastreifen auch tatsächlich kommen?“, blieben bei ihr gewisse Zweifel. „Vermutlich kommen die Zebrastreifen“, so die Antwort. Ein genauer Zeitraum könne jedoch nicht genannt werden. Wichtig sei deshalb, ein Konzept vorweisen zu können, das auf der Schulwegplanung basiert und auf die ständigen Forderungen seitens der Bürger hinzuweisen. „Wir sind schneller als die Vorschrift“, kommentierte Rainer Haußmann.

Zwei Zebrastreifen waren den Räten jedoch zu wenig. Peter Bayer schlug eine dritte Möglichkeit an der Alten Bissinger Straße auf dem Guckenrain vor. „In den ganzen Vogelwegen findet ein Generationenwechsel statt“, sagte er. Dr. Steffen Ochs brachte noch den Bereich Hintere Straße/Schulstraße beim Rößle ins Gespräch. „Da sind Kindergarten-Kinder unterwegs und die Straße ist ziemlich schlecht einsehbar“, begründete er. Das klang für Andreas Hummel plausibel, weshalb er vorschlug, die Verwaltung solle alle vier Standorte prüfen. Dies beschloss der Gemeinderat mehrheitlich. Birgit Brenner interessierten die Kosten. „Von allen Seiten müssen die Fußgänger beleuchtet sein“, machte Amelie Betz deutlich, dass ein Eimer mit weißer Farbe allein nicht reicht. Iris Häfner

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