Kirchheimer Umland

Ein Hoch auf Sam

Wenn der Nachwuchs morgens schreit. ists mit dem Schlafen vorbei.Foto: dpa
Wenn der Nachwuchs morgens schreit. ists mit dem Schlafen vorbei.Foto: dpa

Morgens früh um sechs, kommt die kleine Hex. Wenn sie stattdessen eine Stunde länger schlafen oder wenigstens um sieben gelbe Rüben fürs Mittagessen schälen würde, Papa und Mama könnten getrost auf die Tonnen von Gold verzichten, die Morgenstund im Mund hat.

Der Nachwuchs und die Nachtruhe führen seit Menschengedenken ein ambivalentes Verhältnis. Abends wollen sie nicht, morgens können sie und dazwischen liegt die für Eltern so wunderbare Welt der Pinkelpausen, schlechten Träume oder verwurstelten Bettdecken.

Wohl dem, der für solche Fälle einen Sam hat. Der in den Niederlanden entwickelte Schlaftrainer in Schafform zeigt potenziellen Frühaufstehern, wann der Hahn zu krähen hat: Sam macht einfach zur voreingestellten Zeit die Augen auf, was Kinder angeblich nach drei Tagen derart verinnerlicht haben, dass auf lange Sicht durchschnittlich 45 Minuten mehr Schlaf für alle rausspringt.

Solche guten Nachrichten klingen gerade heute zu schön, um wahr sein. Immerhin feiert die Welt am 17. März den Internationalen Tag des Schlafs, an dem auf die immense Bedeutung des Schlummerns aufmerksam gemacht werden soll. Wem die nicht ohnehin bewusst war, hat offenbar keine Kinder. Andererseits: Wer braucht schon 45 Minuten mehr Schlaf, wenn er in dieser Zeit mit seinen kleinen Wachmachern täglich den 6. Januar feiern kann? Da steht nämlich der Welt-Kuschel-Tag im Kalender.

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