Kirchheimer Umland

„Ein Partner, der Sicherheit ausstrahlt“

Rettungskräfte Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes Nürtingen-Kirchheim blicken in Owen in die Zukunft.

Junge DRK-Mitglieder erhalten Gutscheine.Foto: Krytzner
Junge DRK-Mitglieder erhalten Gutscheine.Foto: Krytzner

Owen. Das Städtchen Owen, in dem die jüngste Mitgliederversammlung des Kreisverbands Nürtingen-Kirchheim stattfand, hat für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine große Bedeutung. Dort steht seit zwei Jahren das Katastrophenschutzzentrum des DRK, und vor rund einem Monat wurde mit der Anschaffung des Einsatzleitwagens das Führungskonzept umgesetzt.

Laut Wolfgang Haalboom, Vizepräsident des DRK-Landesverbands, steht das Rote Kreuz vor großen Herausforderungen. „Wir verstehen uns als Hilfsorganisation, die für einen innovativen Rettungsdienst im Sinne der Patienten eintritt.“ Damit die Dienste funktionierten, brauche es bessere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, mehr Handlungskompetenz für die Notfallsanitäter und eine bessere Finanzierung des Krankentransports. Auch die Ausbildung von Notfallsanitätern ist für das DRK von großer Bedeutung. „Mittlerweile bilden wir an zehn Standorten mit 60 Prozent mehr Personal aus.“ Damit sei das DRK in Baden-Württemberg der größte Leistungsträger im Rettungsdienst. Über 220 000 Menschen werden jährlich in Erster Hilfe ausgebildet. Im Helfer-vor-Ort-System stehen 4 250 ausgebildete Lebensretter bereit.

Jugendarbeit fördern

Jugendarbeit ist für Christian Baron eines der wichtigsten Aufgabenfelder. „Wer da mitmacht, lernt Dinge, die man in der Schule nicht lernt“, sagte der Dezernent für Gesundheit, Ordnung und Verkehr im Landkreis Esslingen. Baron sieht das DRK als wichtigen Partner im Landkreis: „Das ist nicht irgendein Verein, sondern ein Partner, der Fachkompetenz und Sicherheit ausstrahlt. Die hohe Professionalität und Einsatzbereitschaft sprechen für sich.“ Er lobte die Einhaltung der Hilfsfristen der Rettungsdienste. „Das ist bei der hohen Verkehrsdichte im Landkreis nicht selbstverständlich.“

Rettungsdienstleiter Michael Wucherer hatte 2017 das Ausscheiden langjähriger Führungskräfte zu verkraften, die ersetzt werden mussten. Wucherer kann sich jedoch über den Neubau der Rettungswache Nürtingen freuen, die im September 2017 in Betrieb genommen wurde, und die Anzahl der Lehrrettungswachen steigt mit Ruit und Kirchheim auf vier.

Zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr zeigte sich auch der Kreisverbandsvorsitzende Rolf Siebert. Er setzt sich für eine Vernetzung von Haupt- und Ehrenamt ein.

Melanie Gollert, Bürgermeisterin in Neckartenzlingen, wurde von den Delegierten als stellvertretende Kreisvorsitzende ins Präsidium des Verbands gewählt. Sie unterstützt ihren Amtskollegen aus Frickenhausen, Simon Blessing.  Thomas Krytzner

Rettungswagen fahren 1,8 Millionen Kilometer

Die Rettungsdienste fuhren im vergangenen Jahr 40 548 Einsätze, davon 12 101 mit Notarzt. Über 30 000 Krankentransporte kamen dazu.

Knapp über 300 Mitarbeiter waren zum Jahresende hauptamtlich im Bereich der Notfallrettung und des Krankentransports beschäftigt.

Über 1,8 Millionen Kilometer haben die Rettungs- und Notarztwagen 2017 zurückgelegt.

Lehrrettungswachen gibt es nun vier.kry

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