Kirchheimer Umland

Ein wenig aus der Spur

Formel Bobby-Car Zum dritten Mal richtete die Stiftung Tragwerk im Garten der Begegnung den Großen Preis von Kirchheim aus. Das Ergebnis: Es gab nur Gewinner. Von Cornelia Wahl

Die kleinen Ferraristi zeigten auf ihren Flitzern ihr ganzes Können.Fotos: Cornelia Wahl
Die kleinen Ferraristi zeigten auf ihren Flitzern ihr ganzes Können.Fotos: Cornelia Wahl

Es liegt Spannung schon vor Beginn der Veranstaltung in der Luft über dem Garten der Begegnung in Kirchheim. Eine halbe Stunde vor dem Rennstart sind die Vorbereitungen zum großen Ereignis für die Kleinen in vollem Gange. Die Pylonen zur Absicherung und Streckenbegrenzung sind aufgestellt, die Absperrbänder angebracht. Die gelb-schwarze Start-Ziel-Linie ist auf die Steine des Weges geklebt, die Flagge zum Abwinken steht bereit. Das Wetter ist heiter, mit teils dunklen Wolken, trocken, die Temperatur angenehm. Gute Voraussetzungen also für spannende Rennen. Was noch fehlt, sind die Hauptakteure.

Und sie kamen. Zwar nicht so üppig und weit weniger, wie die beiden Male zuvor. Doch ist der Große Preis von Kirchheim bei den Bobby-Cars in diesem Jahr der Beweis dafür, dass nicht die Zahl der Teilnehmer entscheidend für ein Gelingen einer Veranstaltung ist, sondern die Qualität, was daraus entsteht. Die vier Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren jedenfalls hatten mit ihren Mamas und Papas viel Spaß. Sie waren zweifelsohne die Gewinner des Nachmittags, genauso wie der Veranstalter.

Jürgen Knodel, seit April Vorstandsvorsitzender der Stiftung Tragwerk, ermöglichte den Kleinen zuerst eine Kennenlernrunde der Strecke. Dann wurde es ernst: Beim ersten Rennen galt es, gegen die Erwachsenen zu fahren. Nur wer die beste Technik für sich gefunden hatte, hatte am Ende die Nase vorn. Dann durften die Kleinen unter sich rennen. Ehe dann die Eltern in ihrer Klasse um den Sieg fuhren. Die Zeit, in der der Kurs umrundet wurde, war dabei egal. Ein wenig aus der Spur geriet der Kleinste der Teilnehmer. Er bog kurzerhand in den Fußweg zum Spielgerät Arche ab. Die Rufe der Eltern führten ihn wieder auf den richtigen Weg zurück, und so erreichte auch er zur Freude aller das Ziel.

Am Ende erhielten die „vier Hauptgewinner“, wie Jürgen Knodel die kleinen Rennfahrer nannte, unter großem Jubel aus seinen Händen jeweils eine Urkunde und etwas Süßes, das noch an Ort und Stelle verspeist wurde. Währenddessen saßen die Eltern bei Kaffee und Kuchen zusammen, stärkten sich - so ein Rennen ist schließlich anstrengend - und ließen die Veranstaltung ausklingen.

Dass die Resonanz auf den dritten Großen Preis in der Formel Bobby-Car in Kirchheim dieses Jahr etwas mau ausfiel, war wohl der Fußballweltmeisterschaft geschuldet. Und so freuen sich die Veranstalter schon heute auf den vierten Großen Preis von Kirchheim im Jahr 2019, dann hoffentlich wieder in alter Stärke.

Bei Alt und Jung: volle Konzentration vor dem Rennstart.
Bei Alt und Jung: volle Konzentration vor dem Rennstart.
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