Kirchheimer Umland

Es droht, knapp zu werden

Zukunftsplanung Durch Neubaugebiete werden die Plätze für Kinderbetreuung in Notzingen zur Mangelware.

Die Grundschule Notzingen
Die Grundschule in Notzingen. Der Nachwuchs braucht aber auch Kindergartenplätze. Foto: Jean-Luc Jacques

Notzingen. „Seither habe ich immer gesagt, die Gemeinde ist gut aufgestellt, was die Kinderbetreuungsplätze angeht. Das würde ich mit Blick auf die kommenden Jahre so nicht mehr ganz unterschreiben“, erklärte Hauptamtsleiterin Meike Naun mit Blick auf die aktuelle Kindergartenbedarfsplanung. Unterm Strich zeigt sich: Die vorhandenen Betreuungsplätze werden nicht mehr lange ausreichen.

Für einen Anstieg der Kinderzahlen im Ort können etwa geplante Baugebiete wie „Hofäcker IV“ sorgen, das voraussichtlich ab dem Jahr 2021 bebaubar sein wird. „Nimmt man mal an, dass pro Bauplatz eine Familie mit einem Kind hinzukommt, werden in den kommenden Jahren gut 40 Kinder zusätzlich zu den regulären Geburten dazukommen“, rechnete Naun vor. Nach dem derzeitigen Zeitplan sei es realistisch, von ers­ten Zuzügen im Jahr 2022 auszugehen. Die Erfahrung zeige zudem, dass die Zahl der innerörtlichen Eigentumswechsel zunehme. Ältere Häuser würden so oft von jungen Familien mit Kindern übernommen, wenn sich die bisherigen Eigentümer etwas Kleineres suchen, erklärte Meike Naun. Rund 40 Prozent der Gebäude im Ort wurden zwischen 1970 und 1989 erbaut.

Es muss aufgestockt werden

Fakt ist: Im Laufe der nächsten zwei Jahre müssen weitere Betreuungsplätze im Ü-3-Bereich geschaffen werden. Der Kindergarten Brühl wird zu einer 2-gruppigen Einrichtung. So können dort weitere 13 Plätze für die Betreuung mit verlängerten Öffnungszeiten geschaffen werden.

Sollte diese Kapazität ebenfalls ausgeschöpft sein, hat die Gemeinde keine weiteren Erweiterungsmöglichkeiten, erläuterte Meike Naun. Eine große Nachfrage bestehe zudem nach sogenannten Sharingplätzen in der Kleinkindbetreuung. Diesem Wunsch kann die Gemeinde momentan nicht nachkommen. Hier müsse eventuell über die Einrichtung einer weiteren Gruppe in dafür geeigneten Räumlichkeiten nachgedacht werden. Zudem sei es in der Kernzeitbetreuung langfristig notwendig, die Platzanzahl der steigenden Nachfrage anzupassen.

Für die schulpflichtigen Kinder der Gemeinde gibt es im Rahmen der verlässlichen Grundschule momentan ein Betreuungsangebot. Durch die Kernzeitbetreuung und die flexible Nachmittagsbetreuung können Kinder, die im Kindergarten die verlängerten Öffnungszeiten oder die Ganztagsbetreuung genutzt hatten, nach dem Schuleintritt analog dazu betreut werden. Katja Eisenhardt

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