Kirchheimer Umland

Es geht hoch hinausInfo

Tag des offenen Denkmals lockt mit zahlreichen Angeboten in Kirchheim

Am letzten Sonntag in den Sommerferien, am 13. September, findet der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Kirchheim ist wieder mit dabei und zeigt, dass die Geschichte und Gebäude der Teckstadt alles andere als langweilig sind.

Seltene Möglichkeit: Interessierte können am Tag des offenen Denkmals den Wasserturm besteigen. Foto: Stadt Kirchheim
Seltene Möglichkeit: Interessierte können am Tag des offenen Denkmals den Wasserturm besteigen. Foto: Stadt Kirchheim

Kirchheim. Das Team der Stadtführer hat sich einiges zum Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ einfallen lassen. Zwischen 14 und 17 Uhr bietet die Kirchheim-Info 19 kostenlose Entdeckungstouren an, die jeweils etwa 30 Minuten dauern. Angeboten werden beispielsweise „Vom Webstuhl zur Baumwollspinnerei der Firma Kolb und Schüle“, „Franz Anton Kaim – und den Werdegang der Pianofortefabrik“, „Nachtwächter und Türmer“ oder „Pioniere, Gründer und Erfinder“. Über die bedeutenden Kirchheimer Kunstschreiner, ihre Möbel und deren Restauration erfahren die Besucher bei einem Besuch im städtischen Museum im Kornhaus.

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Von 14 bis 17.30 Uhr zeigt die Zimmerer-Innung Esslingen-Nürtingen vor dem Kornhaus historische Zimmerertätigkeiten wie die Herstellung von Holzverbindungen und das Behauen eines Stammes. Zeitgleich erhalten Besucher im Literarischen Museum im Max-Eyth-Haus einen Einblick in die traditionelle Technik des Buchbindens. Wer Lust hat, kann selbst Hand anlegen und sich ein kleines Notizheft binden.

Auch Kinder kommen am Tag des offenen Denkmals nicht zu kurz: Sie können unterschiedliche Textiltechniken ausprobieren. Das Schmiedehandwerk hat eine lange Tradition. Die Werkstatt der Kupferschmiede in der Dettinger Straße ist im Original erhalten und von 14 bis 17.30 Uhr zugänglich. Inhaber Dr. Götz beantwortet gerne alle Fragen.

Das Kirchheimer Rathaus ist das wohl meistfotografierte Fachwerkgebäude der Teckstadt. Nachmittags können Besucher den Ausblick vom Rathausturm genießen. Im Feuerwehrmuseum neben der Feuerwache in der Henriettenstraße wird den Besuchern im Rahmen des Jahrestages „325 Jahre Stadtbrand“ in Kirchheim die Entwicklung des Löschwesens aufgezeigt und erläutert. Bei den Führungen wird veranschaulicht, dass Handwerker die Löschgeräte herstellten und oft die Brandbekämpfung organisierten.

Für den Tag des offenen Denkmals wird ein seltener Einblick gewährt: Die Türen des Wasserturms im Hohenreisach werden für zwei Rundgänge geöffnet. Der 1960 erbaute Turm gehört zu einem der markanten Punkte in Kirchheim. Mit seinen 33 Metern Höhe ist er der zweithöchst gelegene Punkt der Teckstadt. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Turm? Diese und weitere Fragen werden um 14 und 15 Uhr bei einer Führung geklärt. Da nur eine begrenzte Personenzahl zugelassen ist, ist eine Anmeldung in der Kirchheim-Info unter der Telefonnummer 0 70 21/5 02-5 55 erforderlich.

Auf dem Widerholtplatz präsentiert der Verein der Historischen Dampftechnik Kirchheim ein Fowler-Dampfpfluglokomobil, Baujahr 1909, unter Dampf.

Auch die Martinskirche bereichert das Programm zum Tag des offenen Denkmals. Um 10.30 Uhr fängt der Tag mit einem Gottesdienst an. Von 12.30 bis 18 Uhr geht es unter dem Motto „Schätze bewahren“ im Kirchenschiff, Chor und auf dem Kirchplatz weiter. Passend zum Motto werden Handwerker am Original im Außenbereich ihr Wissen und Können zum Erhalt der über 500-jährigen Kirche demonstrieren. Hoch hinaus geht es auch hier, denn es findet eine Sonder-Öffnung des Kirchturms für kleine Gruppen statt. Glockengeläut und eine Abend-Einkehr im Chor beenden das Programm um 18 Uhr. pm

Weitere Infos und das Programmheft erhalten Interessierte in der Kirchheim-Info, Max-Eyth-Straße 15, Telefonnummer 0 70 21/5 02-5 55 oder auf www.kirchheim-teck.de/tdod im Internet.