Kirchheimer Umland

„Es ist spannend und anspruchsvoll“

Steingau-Quartier Der Kirchheimer Bauingenieur Steffen Rudolph ist mit seinem Architekturbüro „BauWerk Rudolph“ auf drei Baufeldern des neu entstehenden Areals mit von der Partie. Von Katja Eisenhardt

Bauträger und Hauptplaner Steffen Rudolph behält gemeinsam mit Projektarchitektin Antje Scholl ständig den Überblick über fünf P
Bauträger und Hauptplaner Steffen Rudolph behält gemeinsam mit Projektarchitektin Antje Scholl ständig den Überblick über fünf Projekte im Steingau-Areal.Foto: Katja Eisenhardt

Von seinem Büro aus schaut Steffen Rudolph direkt gegenüber auf das derzeit größte Projekt seines Teams: Vier Architekten kümmern sich um fünf Projekte auf drei Baufeldern im neuen Steingau-Areal. Auf den Baufeldern zwei, fünf und sieben entstehen unterschiedliche Gebäude. Gleichzeitig ist Steffen Rudolph hier in seiner Funktion als Bauträger im Einsatz. „Bei uns entsteht also alles unter einem Dach: Projektentwicklung, Planung und Errichtung der Gebäude“, so der Chef. In einem Umkreis von gut 25 Kilometern um Kirchheim sei sein Büro ansonsten im Einsatz, gearbeitet wird mit regionalen Handwerksunternehmen: „Wir sind hier mit unseren Stammfirmen gut vernetzt“, sagt Steffen Rudolph. Zur Regionalität passt das Großprojekt direkt im Kirchheimer Zentrum daher besonders gut. Auf jedem der drei Baufelder erstellt das Büro als sogenannter Ankernutzer mehrere Hochbauten und die Tiefgarage für das gesamte Baufeld. Der Ankernutzer kann entweder, wie im Falle von Steffen Rudolph, ein Bauträger oder aber alternativ ein Investor oder eine Baugruppe sein.

Auf den drei Baufeldern entstehen ganz unterschiedliche Projekte. „Im Baufeld zwei entsteht zum einen ein Wohn- und Geschäftshaus mit vier Wohnungen sowie eine große kieferorthopädische Praxis, die sich auf 550 Quadratmeter über drei Etagen erstreckt. Die vier Wohnungen sind unterschiedlich groß, vom Ein-Zimmer-Stadtappartement bis zur Viereinhalb-Zimmer-Maisonettewohnung.“ In einem weiteren Gebäude im Baufeld zwei plant das Architekturbüro „BauWerk Rudolph“ eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten in Form von Wohnstudios mit Bürogalerie und sieben sogenannte Cluster-Appartements mit Gemeinschaftsräumen - wie in einer Wohngemeinschaft zur Miete - die sich so auch für Leute eignen, die kurzfristig auf der Suche nach Wohnraum sind, beispielsweise aus beruflichen Gründen. Dazu kommen im zweiten Gebäude noch Co-Working-Spaces - also gemeinschaftlich nutzbare Büroräume, etwa für Freiberufler - sowie fünf Eigentumswohnungen. „Die größte ist eine Penthousewohnung“, erzählt Steffen Rudolph. Im Baufeld fünf entstehen sieben Wohnungen und eine Ladenräumlichkeit, in die voraussichtlich ein Immobilienbüro ziehen wird, das sich auch um die Mieteinheiten im Steingau-Quartier kümmert. Im Baufeld sieben sind zehn Wohnungen und zwei Ladenflächen geplant - eventuell für ein Café und einen Pop-up- Store mit wechselnder Nutzung.

Vor über einem Jahr hat das Büro von Steffen Rudolph die Zusage für die drei Baufelder bekommen. Natürlich sei das anspruchsvoller, wenn drei unterschiedliche Projekte dieser Größenordnung parallel geplant werden müssten - gleichzeitig aber auch eine sehr spannende Aufgabe. „So ein Projekt wie das Steingau-Areal ist für uns Neuland, allein schon was die Aufteilung der Grundstücke und die Vorgaben für deren Nutzung angeht“, erklärt Steffen Rudolph. Dass so ein besonderes Konzept wie das Steingau-Areal in all seiner Vielschichtigkeit aber mitten im Herzen von Kirchheim entstehe und man aktiv daran beteiligt sei, sei schon toll: „Das wird in den kommenden zwei Jahren unsere Hauptaufgabe sein.“

Am weitesten vorangeschritten sind die Arbeiten im Baufeld fünf: Der Rohbau ist beinahe fertiggestellt, Ende Januar ist Richtfest. Schon Ende Oktober dieses Jahres sollen die Wohnungen übergeben werden. Im Baufeld sieben fiel der Startschuss für die Erdarbeiten am 7. Januar. Laut aktuellem Zeitplan soll hier alles bis Ende Juli 2020 fertig sein. Im Baufeld zwei starten die Erdarbeiten Mitte März, die geplante Fertigstellung ist im Spätherbst 2020, spätestens aber zum Jahresende.

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