Kirchheimer Umland

Es werde Licht auf dem Rasenplatz

Sportförderung Es ist nicht einfach, gutes Licht für einen Fußballplatz zu bekommen. Das erleben die Sportfreunde Dettingen.

Dettingen. Schon eine ganze Weile hoffen die Kicker in Dettingen auf eine neue Flutlichtanlage auf ihrem Rasenplatz. Vor allem in der dunklen Jahreszeit wird es eng bei den Trainingszeiten, die Halle ist voll belegt. Zwar kann das Kunstrasenfeld hell erleuchtet werden, doch auch dieser Platz ist komplett ausgelastet, denn die Fußballabteilung der Sportfreunde Dettingen hat in den vergangenen Jahren deutlich Zuwachs bekommen. Jugendliche kommen aus dem Lenninger Tal nach Dettingen zum Training, außerdem sind auch Mädchen- und Damenmannschaften hinzugekommen.

Drei Mal hat die Verwaltung Förderanträge für die Errichtung der Flutlichtanlage auf dem Rasenplatz gestellt - und ist drei Mal leer ausgegangen. Zu viele andere Gemeinden haben den gleichen Wunsch. „Für unser kleines Projekt sind keine Mittel bereitgestellt worden“, bedauert Bürgermeister Rainer Haußmann. Und so warten die Sportfreunde seit drei Jahren vergeblich auf bessere Trainingsmöglichkeiten.

LED-Licht ist präzise

Eine Anlage mit konventioneller Beleuchtung mit Halogen-Dampflampen kostet knapp 106 000 Euro, mit LED-Tecknik 123 000 Euro. „Dazwischen liegen Welten. LED ist ein präzises, angenehmes Licht“, erklärte Landschaftsarchitekt Harald Fischer. Die Sportfreunde können 30 000 Euro beisteuern und bieten auch Eigenleistungen an. Somit muss die Gemeinde Dettingen rund 93 000 Euro in die Flutlichtanlage mit sechs Masten investieren.

Die Entscheidung hat sich der Gemeinderat nicht leicht gemacht. Die Räte interessierte vor allem der Bedarf. Dass der Platz im Winter dringend fürs Training gebraucht wird, konnten die Sportfreunde glaubhaft versichern: Die Halle reicht nicht für die Jugend.

Während der Diskussion wurde schnell deutlich, wer im Ratsrund über eigene Sportplatz- und Flutlichterfahrung verfügt. „Leuchtet das Flutlicht nicht richtig den Platz aus, sieht man den Ball nicht“, erklärte Rainer Kuhn, und Edith König zeigte sich als Nicht-Fußballerin gut vorbereitet: „Mir wurde gesagt, Dettingen hätte den schönsten Rasenplatz, weil er nicht bespielt wird. Wenn er gebraucht wird, kann er mit Flutlicht auch genutzt werden.“

So fiel am Ende einstimmig die Entscheidung für die neue Anlage mit LED. Das drei Jahre währende Warten der Sportfreunde hat nun ein Ende. Iris Häfner

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