Kirchheimer Umland

Es werden mehr Masken gebraucht

Coronakrise Der DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim bittet um Unterstützung beim Nähen und beim Material.

Kirchheim. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzen immer mehr Länder und Kommunen auf eine Maskenpflicht. Der DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim rechnet deshalb mit einem stark steigenden Bedarf und bittet die Bürger bei der Herstellung nochmals um Unterstützung. Über 4 500 selbst genähte Masken haben Ehrenamtliche bereits an das DRK gespendet. „Die Unterstützung ist riesig“, freut sich Kreis-Bereitschaftsleiterin Heike Gönninger. Vor allem an die Medius-Kliniken hat der Kreisverband die Masken weitergegeben, wo sie ebenso wie bei „Essen auf Rädern“ oder auch bei der Mobilen Pflege dringend gebraucht werden.

Da nun auch beim Einkaufen oder in Bus oder Bahn Masken getragen werden sollen, wie es unter anderem in Kirchheim seit gestern Pflicht ist, geht das DRK Nürtingen-Kirchheim von einem wachsenden Bedarf aus. Auch Schulen und Kindergärten müssten sich nun ausstatten: „Wir vom DRK möchten bei der Vernetzung und der Verteilung von den Masken helfen“, erklärt Heike Gönninger.

Gesucht: Materialspenden

Dabei hofft das Rote Kreuz weiterhin auf Unterstützung aus der Bevölkerung - sei es bei der Herstellung der Behelfsmasken oder durch Materialspenden. Dringend gebraucht werden derzeit vor allem Gummis, Bänder oder Jersey-Nudeln zum Befestigen der Masken. Aber auch Stoffe werden weiterhin gebraucht. Geeignet sind T-Shirts, Bettwäsche, Molton und ähnliche Gewebe. Der Stoff sollte bei 60 Grad waschbar sein, am besten eignet sich kochfeste Baumwolle, so der Hinweis des DRK. Wer spenden möchte, kann dies ganz einfach und kontaktlos tun: Dazu hat der Kreisverband des DRK Nürtingen-Kirchheim vor seiner Hauptgeschäftsstelle in der Laiblinstegstraße 7 in Nürtingen vor dem Gebäude eigens eine Box bereitgestellt. Auch die Ortsbereitschaften nehmen Spenden entgegen.

Bei Fragen kann man sich unter der Nummer 0 70 22/7 00 79 55 oder per Mail an ehrenamt@kv-nuertingen.drk.de melden. Eine Anleitung zum Nähen der Maske stellt der Kreisverband auf seiner Facebook-Seite zur Verfügung.

Bürger, die Masken brauchen, können sich ebenfalls mit dem DRK in Verbindung setzen. Der Kreisverband bittet lediglich um einen Unkostenbeitrag. Das DRK weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass die Mund-Nase-Masken nicht für einen direkten Umgang mit Covid-19-Patienten geeignet sind. „Die Masken eignen sich aber durchaus, um im öffentlichen Raum die Ansteckungsgefahr für andere Personen zu verringern“, erklärt das Rote Kreuz. Trotzdem sollten Abstands- und Hygiene­regeln nach wie vor befolgt werden.pm

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