Kirchheimer Umland

FCT-Autoren im „Olymp“ der Filmer

Festivals Zwei Streifen aus der Produktion des Filmclubs Teck haben es zu den Deutschen Filmfestspielen geschafft.

Ums Filmen und um Filme geht's beim Film-Club Teck. Symbolfoto

Dettingen. Die „Ernte des Jahres“ ist eingefahren und kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Der Filmclub Teck hat ein erfolgreiches Schaffensjahr abgeschlossen, waren doch insgesamt acht Produktionen bei den aktuellen Bundesfilmfestivals vertreten. Schon das allein ist „spitze“, aber es kommt noch besser: Zwei der Streifen haben es bis zu den Deutschen Filmfestspielen (DAFF) geschafft und sind damit im „Olymp“ der bundesdeutschen Amateurfilmer angekommen.

Und so sieht es im Einzelnen aus: Es war zwar zu erwarten, aber sicher sein durfte sich auch Josef Pettinger nicht. Entsprechend groß ist die Freude über die Goldmedaille beim Bundesfilmfestival Dokumentarischer Film in Castrop-Rauxel sowie die Einladung zur DAFF für seinen Film „Reni“ und das einfühlsame Begleiten einer trotz Contergan-Schädigung ausgesprochen toughen Frau. Ein ganz anderes Genre vertritt der zweite Pettinger-Film „Präsentation schräg und laut“, angetreten beim Bundesfilmfestival Doku in Fuldabrück. Die Kombination zwischen technischem Aufwand für den Auftritt von Guggenmusikern und dann das Spektakel selbst hat eine Bronzemedaille erhalten.

Berliner Schnauze

Bronze gab es ebenso für Lutz Schulze, dazu aber auch die Einladung zu den Deutschen Filmfestspielen nächsten Monat im bayerischen Rain. „Da kam ick ins Grübeln“ setzt auf Berliner Schnauze und unterhaltsames Durchstreifen eines Anwesens auf Lanzarote.

In Fuldabrück war auch Karl-Heinz Kosmalla mit seiner Dokumentation „Stuttgart 21“, erhielt bei diesem Bundesfilmfestival aber „nur“ eine Teilnahmeurkunde. Beim BFF Dokumentarischer Film in Castrop-Rauxel holte er Silber für „Die E-Rennkistenbauer“. Der Film zeichnet nach, welch wertvolle Zusammenarbeit Schüler und Senioren verbindet auf dem Weg zum Sieg beim neuzeitlichen Seifenkistenrennen.

Ebenfalls in Castrop-Rauxel war auch „Packrafting Obere Isar“ von Jürgen Leitz am Start. Eine Bronze-Medaille gab es für diesen Film, der sportliche Höchstleistung dokumentiert: Mit dem aufblasbaren Boot zur Isar wandern und dann mit gebrochenem Paddel durchs Wildwasser. „A Hund is’r scho“, würden die Bayern dazu sagen.

In Schrobenhausen beim Bundesfilmfestival Fiction 2018 war Jürgen Leitz mit „Other Reality“ am Start, einem Videoclip aus bewegter Musik oder auch musikalischer Bewegung, allerdings nur mit einer Teilnehmerurkunde belohnt. Das gilt auch für „Mensch Mann!“ von Barbara und Hartmut Ibsch sowie ihrem nicht ganz ernst zu nehmenden Stoßseufzer einer genervten Filmerfrau. bi

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