Kirchheimer Umland

FCT fährt die Ernte des Filmerjahres ein

Hobby Fünf Mitglieder des Film-Club Teck haben es zum Bundesfilmfestival geschafft.

Dettingen. Ein Blick auf die Ergebnislisten sagt den Insidern im Amateurfilmbereich: Es hat sich einiges verändert, und es ist deutlich schwerer geworden, auf Bundesebene zu punkten, sprich mit einer Medaille nach Hause zu kommen. Beim Film-Club Teck ist deshalb die Freude darüber besonders groß, dass dies gleich zwei Mitglieder geschafft haben und insgesamt fünf FCTler zu Bundesfilmfestivals gemeldet waren.

Zu den einschneidenden Veränderungen innerhalb der Wettbewerbsstruktur des Bundesverbandes Deutscher Film-Autoren (BDFA) gehören starke Einschränkungen. Es wird nicht mehr in den verschiedensten Genres angetreten, sondern es gibt nur noch zwei Kategorien: Dokumentarischer Film und Fiktionaler Film.

Zudem ist die Zahl der Austragungsorte geschrumpft, und das hat eine deutliche Reduzierung der gezeigten Filme zur Folge gehabt. Auch an der Anzahl der zu vergebenden Medaillen wird noch immer geschraubt, und im Grunde sorgt sich die BDFA-Spitze nicht nur um die Vitalität der die Festivals ausrichtenden Vereine, sondern auch um die Mitgliederzahl generell.

Dokumentarfilmer erfolgreich

Umso schöner also, dass es beim Film-Club Teck Anlass zur Freude gibt. In der Kategorie Dokumentarischer Film waren drei Clubmitglieder bei Bundesfilmfestivals vertreten. In Fuldabrück erhielt Lothar Bogsch für „Brazula“ eine Bronzemedaille. Die auf zwei Erzählebenen miteinander verflochtene Geschichte und Herstellung der Brezel hatte bei der Jury Gefallen gefunden. Dasselbe gilt für „Gorée“ von Dr. Helmut Leier. Beim Bundesfilmfestival im bayerischen Dorfen beeindruckte er mit den beiden Gesichtern der senegalesischen Insel - bunte Gegenwart und dunkle Sklavenvergangenheit. Werner Rothenöder hatte einen „Vergnügungsdampfer“ auf die Reise geschickt, aber die irreale Welt der Kreuzfahrtschiffe landete beim Bundeswettbewerb in Catrop-Rauxel in der langen Reihe der Teilnahme-Urkunden. Angesichts besagter Umstrukturierungen ist allerdings das schon ein Erfolg.

So müssen es auch die beiden FCT-Autoren sehen, die mit ihren Filmen zum Bundesfestival Natur in Blieskastel gemeldet waren. Dieser Wettbewerb nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als nur ein „Goldener Schmetterling“ und eine geringe Anzahl „Silberne Schmetterlinge“ vergeben werden. Dafür werden aber alle teilnehmenden Filme mit einer Festival-Medaille ausgezeichnet, und das ist schon eine besondere Anerkennung. Darüber freuen dürfen sich Gerd Ruckdäschel mit „Verwunschener Bergsee“ - eine Fotoschau mit eindrucksvollen Unterwasser-Aufnahmen - und Dr. Hans-Wolfgang Wetzel. Seinem Film „Der Spalt“ gelingt es, auf dem Weg einer Schnecke Spannung zu erzeugen.

Einstellen auf Veränderungen

Damit ist also die „Ernte“ eines Filmerjahres eingefahren. Auch der Film-Club Teck wird sich auf die Veränderungen innerhalb des Dachverbandes einstellen und nicht aus den Augen verlieren, dass der Wettbewerb nur einen Bruchteil des Vereinslebens ausmacht. Sicher, ein bisschen Salz in der Suppe ist das schon, aber generell soll auch Filminteressierten ohne Wettbewerbs-Ambitionen dabei geholfen werden, ihre Familien- oder Reisefilme beispielsweise interessanter zu gestalten. Daher sind Gäste stets willkommen, und unter www.filmclub-teck.de ist mehr zu erfahren. bi

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