Kirchheimer Umland

Festwiese ist Favorit für den Neubau

Infrastruktur Dass Notzingen ein neues Feuerwehrhaus braucht, steht seit einem Gutachten fest. Nun wird die Fläche zwischen Sport- und Gemeindehalle als Standort unter die Lupe genommen. Von Katja Eisenhardt

Zentral gelegen und gut erreichbar: Auf der Notzinger Festwiese könnte künftig das Feuerwehrgerätehaus stehen.Foto: Carsten Ried
Zentral gelegen und gut erreichbar: Auf der Notzinger Festwiese könnte künftig das Feuerwehrgerätehaus stehen.Foto: Carsten Riedl

Zu klein, nicht sicher, technisch überholt: Ein Gutachten vom Dezember 2017, das die Gemeinde Notzingen zum Status Quo ihres Feuerwehrgerätehauses in Auftrag gegeben hatte, belegt in aller Deutlichkeit gravierende Mängel. Sanierung und Umbau machen am derzeitigen Standort keinen Sinn. Im vergangenen halben Jahr hat sich die Gemeinde nun zusammen mit den Mitgliedern des Ausschusses Technik und Umwelt (ATU) sowie örtlichen Feuerwehrkräften auf die Suche nach einem geeigneten Platz für einen Neubau gemacht. Nun hat sich ein Favorit herauskristallisiert.

„Aus mehreren Alternativüberlegungen zu Beginn ist die im Gemeindebesitz befindliche Festwiese zwischen der Sport- und Gemeindehalle als potenzieller Standort übrig geblieben“, informiert die Notzinger Hauptamtsleiterin Meike Naun. Ein großes Plus: Die Festwiese ist zentral gelegen und zu Fuß vom Rathaus erreichbar. In der Umgebung findet man die Gemeindehalle, die Sporthalle, die Grundschule, oder künftig auch das neue Asklepia-Seniorenzentrum. Nun soll das deutschlandweit tätige Planungsbüro aus Siegen, das bereits die Bestandsanalyse durchgeführt hat, den Standort auf seine Eignung überprüfen. Kostenpunkt: gut 9000 Euro.

„Das Architekturbüro ist auf Feuerwehrhäuser spezialisiert und wurde uns von unserer Feuerwehr empfohlen“, so Naun. Klar ist bislang, dass für einen Neubau ein Grundstück mit rund 3 500 Quadratmetern Fläche benötigt wird. Das Gelände muss gut erreichbar und die An- und Abfahrt mit den Feuerwehrfahrzeugen problemlos möglich sein. Einkalkuliert werden muss zudem die Tatsache, dass die Festwiese inmitten eines Wohngebiets liegt. „Wichtig ist, dass die Standortanalyse so detailliert ausfällt, dass wir sie für die späteren konkreten Planungen gut nutzen können“, betont Naun. So sei im Angebot etwa die Erstellung eines Massen- und Flächenmodells enthalten, das eine genauere Vorstellung vom möglichen neuen Feuerwehrhaus auf der Festwiese ermöglicht.

Die Gemeinde hofft nun, dass die Analyse noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Einen genauen Zeitplan, besonders zum Baustart, gibt es noch nicht. Zu lange soll das Ganze nicht dauern, denn der Handlungsbedarf ist immens.

Zur Erinnerung: Das Ergebnis der Bestandsanalyse, bei der das Gebäude und der Außenbereich auf Herz und Nieren geprüft worden waren, hatte zahlreiche Kritikpunkte zutage gebracht. Gemeinderat und Verwaltung war deshalb zu dem Fazit gekommen: Eine Sanierung oder ein Umbau des Bestandsgebäudes löst die gravierenden Probleme nicht. Zu groß sind der Platzmangel und die Sicherheitsmängel. Eine Erweiterung ist am aktuellen Standort nicht möglich. Die Hoffnung ruht nun also auf der Festwiese.

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