Kirchheimer Umland

Feuerwehrhaus soll auf der Festwiese entstehen

Neubau Die Notzinger Wehr braucht ein neues Domizil. Der Standort neben der Halle rückt in den Fokus.

Festwiese in Notzingen Foto: Jean-Luc Jacques
Festwiese in Notzingen Foto: Jean-Luc Jacques

Notzingen. Zur Erinnerung: Ein Gutachten vom Dezember 2017 zum Status quo des Feuerwehrgerätehauses belegt in aller Deutlichkeit gravierende Mängel. Sanierung und Umbau machen am derzeitigen Standort keinen Sinn. Daher ging die Gemeinde zusammen mit den Mitgliedern des ATU (Ausschuss Technik und Umwelt) sowie örtlichen Feuerwehrkräften auf die Suche nach einem geeigneten Standort für einen Neubau. „Die Bestandsanalyse des auf Feuerwehrhäuser spezialisierten Fachbüros KPlan AG zeigte, dass wir für einen Neubau ein Grundstück mit mindestens 3 000 Quadratmetern brauchen“, betonte Bürgermeister Sven Haumacher.

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In Betracht gezogen wurden Grundstücke unterhalb des Friedhofs, die Erweiterungsfläche im Gewerbegebiet, der Bereich Burggärten, hinter dem „Lamm“ am Ortsrand oder auch im Bereich „zwischen den Dörfern“ bei der Heergasse. Überzeugen konnte keines. Ausschlusskriterien: nicht im Gemeindebesitz, topografisch schwierig, Hochwassergefahr oder nicht erschlossen.

Unterm Strich blieb die im Gemeindebesitz befindliche, zentral gelegene Festwiese zwischen der Sport- und Gemeindehalle als potenzieller Standort übrig. Der wurde durch das Büro KPlan genau untersucht und für geeignet befunden. Die Größe von gut 3 400 Quadratmetern bietet genügend Spielraum für den notwendigen Neubau. Die Zufahrt soll über die Jahnstraße, das Ausrücken über die Herdfeldstraße erfolgen.

Eine grobe Kostenschätzung geht derzeit von rund 4,5 Millionen Euro für den Neubau aus. Mögliche Fördermittel richten sich nach der Anzahl der Stellplätze: „Bei fünf wären es dann 275 000 Euro“, so Kämmerer Sven Kebache. Bis zum Einzug der Feuerwehr werden gut dreieinhalb Jahre vergehen, sofern zeitnah mit dem Großprojekt gestartet wird.

Auch wenn es aktuell keine Alternative zum Standort Festwiese gibt, wurde im Gemeinderat nochmals diskutiert. Der Tenor: Ja, es ist der kostengünstigste und am schnellsten umsetzbare Standort für den Neubau. Letztlich stimmten alle bis auf Vera Morlok-Gommel für den Standort Festwiese. Optimierungen sind immer noch möglich. Katja Eisenhardt