Kirchheimer Umland

Fit für die Zukunft

Anfang Juli verschmelzen „TC“ und „millennium“ zu Kirchheims größtem Fitnessstudio

Aus zwei mach eins: Die Kirchheimer Fitnessstudios „millennium“ und „TC“ fusionieren. Mit diesem Schachzug wollen sich die Betreiber fit für die Zukunft machen – auch angesichts der Konkurrenz durch das projektierte VfL-Vereinszentrum.

Am Wochenende schlüpft das „TC“ mit unter das Dach des „millennium“. Dort entsteht „in motion“, das größte Fitnessstudio Kirchhe
Am Wochenende schlüpft das „TC“ mit unter das Dach des „millennium“. Dort entsteht „in motion“, das größte Fitnessstudio Kirchheims.Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Das „TC“, das seit 1998 über dem Toom-Baumarkt an der Stuttgarter Straße untergebracht war, schlüpft unter das Dach des „millennium“ in der Schöllkopfstraße. Am 6. Juli wird dort „in motion“ eröffnet, das größte Fitnessstudio Kirchheims. „Wir bauen im Keller einen neuen, 150 Quadratmeter großen Kursraum. Die Gesamtfläche wird dann 1 400 Quadratmeter betragen“, sagt Klaus-Peter Strohhäcker, Inhaber des „millennium“ und künftiger Geschäftsführer von „in motion“. „TC“-Chef Heiko Etzel wird sich aus der Geschäftsführung zurückziehen, bleibt aber stiller Teilhaber. Gemeinsam haben die beiden Studios rund 1 500 Mitglieder.

Vom Umzug sind vor allem nicht alle „TC“-Kunden begeistert. Manche stören sich daran, dass sie sich nach jahrzehntelanger Treue umgewöhnen müssen. Andere bemängeln fehlende Parkplätze beim neuen Fitnessstudio. Strohhäcker begründet die Standortwahl: „Im „millennium“ haben wir erst im vergangenen Jahr für 300 000 Euro renoviert. Und ins „TC“ regnet es rein.“ Strohhäcker und Etzel wollen ihren Kunden ein modernes Fitnessstudio bieten. „Wir nehmen nur die neuesten Geräte mit.“

Die Fusion hat mehrere Gründe. Zum einen wollen sich die beiden Studios so stark aufstellen, dass sie die Eröffnung des VfL-Vereinszentrums (wir berichteten) überleben können. Strohhäcker ist sicher: „Wenn dieses Vereins-Fitnessstudio aufmacht, geht es einigen an den Kragen. Dann kündigen auf einen Schlag 150 Mitglieder. Wenn bei mir 150 kündigen, bin ich kaputt.“ Dasselbe gelte für das „TC“. Die Fusion mache „in motion“ so stark, dass die VfL-Konkurrenz dem Studio nichts mehr anhaben könne.

Das Vereins-Fitnessstudio sieht er dennoch kritisch. „Ein Studio, das über Steuergelder und Zuschüsse finanziert und zusätzlich über städtische Bürgschaften abgesichert wird, führt zu einer Wettbewerbsverzerrung, die allen privat geführten Fitnessstudios in Kirchheim schadet.“

Insgesamt sei der Konkurrenzdruck in Kirchheim sehr hoch. „Der Markt ist übersättigt“, sagt Strohhäcker. Das liege daran, dass in Kirchheim und Dettingen in den vergangenen Jahren drei Studios hinzugekommen seien. Die Zahl der Kunden ist hingegen nicht gestiegen. Das merken Strohhäcker und Etzel an ihren Mitgliederzahlen. „Das „millennium“ und das „TC“ hatten einmal je 1 000 Mitglieder. Heute sind es noch zwischen 750 und 800.“

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