Kirchheimer Umland

Flächentausch die Zweite

Landwirtschaft Den Boden ökonomisch und sinnvoll nutzen

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Symbolbild

Dettingen. Im Zuge der Fortschreibung des Flächennutzungsplans will Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann einen zweiten Versuch starten, weitere Landwirte für einen Flächentausch zu gewinnen. Es ist ein freiwilliger Nutzungstausch, den vor einigen Jahren rund zehn Landwirte aus dem Lenninger Tal gewagt haben. „Von der Beteiligung der Dettinger Landwirte war ich etwas enttäuscht“, hält der Schultes nicht mit seiner Meinung hinterm Berg.

Bei dem Tausch geht es da­rum, die Schläge - die bewirtschafteten Einzelflächen - zu reduzieren. Das hat gleich mehrere Vorteile für die Bauern: mehr Ökonomie und mehr Ökologie. Werden Flächen sinnvoll zusammengelegt, müssen die Landwirte weniger kleine, weit entfernte Einzelflächen zum Ackern oder Mähen anfahren, sondern wenige große „am Stück“. Das spart Zeit sowie Sprit und damit bares Geld. Dazu kommt, dass sich große Flächen weitaus einfacher und ebenfalls zeit- und resourcenschonender bewirtschaften lassen. Es sind weniger Wendevorgänge am Ende des Flurstücks, was für ein entspannteres und einfacheres Arbeiten sorgt.

Rainer Haußmann spricht in diesem Zusammenhang von Flächenmanagement. Hört ein Landwirt aus Altersgründen ohne Nachfolger auf, kann er seine Flächen wie auf einer Börse dem Markt zuführen, auf den die Landwirte Zugriff haben, die Teil dieses Tauschsystems im Lenninger Tal sind. Iris Häfner

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