Kirchheimer Umland

Frischer Wind im Pipi-Langstrumpf-HausINFO

Das Kinderhaus Kirchheim ist saniert – Tag der offenen Tür und Kasperletheater am Samstag, 9. Mai

Das Engagement der Eltern ist eine tragende Säule im Kirchheimer Kinderhaus. Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Kirchheim und der Stiftung „Hilfe für den Nachbarn“ konnten die Eltern nun die Kindergartenräume renovieren. Groß und Klein sind zu einem Tag der offenen Tür mit Kasperletheater am Samstag, 9. Mai, eingeladen.

Strahlende Kinderaugen: Das Gartenhaus im Schwedenlook ist eine der neuen Errungenschaften des Kinderhauses Kirchheim. Auf dem B
Strahlende Kinderaugen: Das Gartenhaus im Schwedenlook ist eine der neuen Errungenschaften des Kinderhauses Kirchheim. Auf dem Bild zu sehen sind (von links) Erzieherin Beate Müller-Hannig, Achim Wörner von „Hilfe für den Nachbarn“, Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker, Sachgebietsleiter Johannes Ehni, Erzieherin Ursel Rothfuß-Tangl und die Kinderhaus-Kinder.Foto: pr

Kirchheim. „Die Stadt wünscht sich ein vielfältiges Angebot in der Kinderbetreuung“, sagte Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker bei einem Danke-Fest mit Vertretern der Stadt Kirchheim und der Stiftung „Hilfe für den Nachbarn“. Dieses Angebot gleiche einem bunten Blütenteppich: „Und das Kinderhaus in der Henriettenstraße ist eine wunderschöne Blüte.“ Besonders hob die Stadtchefin das Engagement der Eltern hervor. Das Kinderhaus Kirchheim wird von einem Elternverein getragen.

Für das Danke-Fest gab es einen wichtigen Grund: Im vergangenen Jahr hatte die Stadt dem Verein Kinderhaus einen Zuschuss in Höhe von 11 000 Euro für die Renovierung des heimeligen, allerdings mittlerweile in die Jahre gekommenen roten Schwedenhauses gewährt. Auch die Stuttgarter Stiftung „Hilfe für den Nachbarn“ hatte einen ähnlich hohen Betrag zur Verfügung gestellt. Nach mehrmonatigen Arbeiten und viel Engagement der Eltern erstrahlt der Kindergarten nun wieder in neuem Glanz.

Neben frischen Bodenbelägen und einem neuen Anstrich gab es unter anderem Trennregale, eine neue Werkstatt samt Werkbank und neue Tische. Für leuchtende Kinderaugen sorgten einige Anschaffungen im Außenbereich: ein Spielhäuschen, ein Trampolin und ein Gartenhaus – auch das im Schwedenstil. Bei aller Veränderung haben die Eltern darauf geachtet, dass der ganz besondere Charme des Hauses erhalten bleibt: So erzählte Erzieherin Ursel Rothfuß-Tangl den Gästen, dass im Badbereich ein kleiner Fleck geblieben ist, von dem aus die einst raumfüllenden orangenen Fliesen weiterhin ihren 1960er-Charme ausstrahlen dürfen.

Gegründet wurde das Kinderhaus Kirchheim vor 43 Jahren von einer Elterngruppe. Vieles hat sich in dieser Zeit verändert. Insgesamt sechs Umzüge mussten bewältigt werden. Seit zehn Jahren betreuen Ursel Rothfuß-Tangl und Beate Müller-Hannig in der Henriettenstraße 64/1 bis zu 15 Kinder in einer Kleingruppe. Neu dazugestoßen ist die Erzieherin Christina King. An den Umzug in das von der Baptistengemeinde angemietete Haus erinnert sich Ursula Rothfuß-Tangl noch gerne: „Es war Liebe auf den ersten Blick. Der Garten – ein Traum. Und die Räumlichkeiten und das Häuschen versetzten einen in ein Land, in dem Pipi Langstrumpf zu Hause war.“

Auch die Eltern spielen im Kinderhaus nach wie vor eine große Rolle. Wochenweise erhalten sie die Möglichkeit, am Kinderhausalltag teilzunehmen und den Fachkräften tatkräftig zur Seite zu stehen. Bei den allmonatlichen Elternabenden treffen sie gemeinsam alle anstehenden Entscheidungen. Durch die enge Zusammenarbeit von Elternhaus und Erzieherinnen entsteht eine gute Gemeinschaft, von der vor allem die Kinder profitieren – und auch in Zukunft profitieren sollen. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker formulieret es so: „Ich hoffe, dass die Blüte Kinderhaus Kirchheim noch lange blüht.“kh

Am Samstag, 9. Mai, von 14 bis 17 Uhr feiert das Kinderhaus in der Henriettenstraße 64/1 in Kirchheim seine Renovierung mit einem „Tag der offenen Tür“. Um 14.30 Uhr und um 16 Uhr steht zwei Mal Kasperletheater auf dem Programm. Gespielt wird „Bello und Theresa“. Für die Bewirtung mit Waffeln und mehr sorgen die Kinderhauseltern. Zudem gibt es jede Menge Seifenblasen. Weitere Informationen erhalten alle Interessierten auf www.kinderhaus-kirchheim.de.

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