Kirchheimer Umland

Für die Demokratie einsetzen

Politik Der CDU-Stadtverband Kirchheim-Dettingen hat seinen Neujahrsempfang veranstaltet mit Gastredner Michael Hennrich.

Kirchheim. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Kirchheim-Dettingen, Wilfried Veeser, begrüßte zahlreiche Gäste in der Naberner Zehntscheuer. Unter ihnen waren der Landtagsabgeordnete der CDU, Karl Zimmermann, und der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz. Als Gastredner war Michael Hennrich, Mitglied des Bundestags im Wahlkreis Nürtingen zum Neujahrsempfang gekommen.

Veeser wandte sich zu Beginn mit einer Botschaft an die Anwesenden, in diesen Zeiten „für unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu werben“. Auch wenn Aushandlungsprozesse in Gremien und Parlament mühsam seien, lohne sich diese Arbeit. „Es sind Bausteine für eine Staatsform, die nicht einfach ist. Aber gegenüber allen anderen das größte Maß an Freiheit bietet“, so Veeser. Diese Freiheit brauche gleichzeitig Sicherheit. „Hier sind in letzter Zeit Fehler passiert“, mahnte Veeser.

Unsicherheit bei den Menschen

Den Ausführungen Veesers schloss sich die Rede des Bundestagsabgeordneten Michael Hennrich an. Der CDU-Politiker sah das Jahr 2016 geprägt von der Sorge um die Sicherheit. In Zeiten des Brexit, der Unsicherheit in der Entwicklung der transatlantischen Beziehungen auf der einen Seite und der deutsch-französischen Achse, die um den Zusammenhalt in Europa kämpft, auf der anderen Seite, brauche es Menschen, „die sich engagieren“.

Aber er mahnte: Um Zusammenhalt zu organisieren, braucht es eine Mäßigung in der politischen Debatte. „Emotionalität in der Politik ist das A und O. Aber diese Emotionalität darf nicht in Hysterie umschlagen“, so Hennrich. Er sprach sich dafür aus, „stückweise mit Political Correctness und Beschwichtigung aufzuhören“. „Das hat vielleicht auch viele Menschen so wütend gemacht, dass sie mit ihren Sorgen und Ängsten nicht mehr durchdringen konnten, weil wir in einer gewissen Weise eine übermäßige Korrektheit an den Tag gelegt haben“, bemerkte er.

Nicht den Glauben verlieren

Hennrich widmete sich auch dem Thema innere Sicherheit: „Ich habe selber Strafrecht gemacht, und da galt immer der Grundsatz der Resozialisierbarkeit.“ Dies dürfe aber nicht so weit führen, dass die Menschen den Glauben an den Rechtsstaat verlieren. „Wir brauchen einen starken Staat, der die Möglichkeiten des Rechtsstaats ausschöpft.“Cornelia Wahl

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