Kirchheimer Umland

Gemeinderäte geben viel Geld aus

Investitionen Tiefer Griff ins Dettinger Gemeindesäckel: Teckschule, Bosslerstraße und Hallenbad werden saniert.

Die Teckschule in Dettingen soll eine Ganztagesgrundschule werden.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques
Die Teckschule in Dettingen soll eine Ganztagesgrundschule werden.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Dettingen. „Unterm Strich liegen wir nach der Vergabeorgie trotz Hochkonjunktur gar nicht schlecht“, sagte Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann. Der Umbau der Teckschule stand auf der Tagesordnung des Gemeinderats, 13 Gewerke mussten für den ersten Bauabschnitt vergeben werden. Das waren unter anderem Abbruch- und Mauerarbeiten, Dach- und Malerarbeiten, aber auch Fensterbau und Betonsanierung. Am Ende kam die stolze Summe von rund 1,3 Millionen Euro zusammen. Insgesamt kostet der Umbau der Teckschule in eine Ganztagsgrundschule die Gemeinde in den nächsten Jahren rund acht Millionen Euro. Diesen Betrag muss Dettingen fast komplett aus eigener Tasche bezahlen - nicht einmal fünf Prozent der Kosten werden durch Fördergelder gedeckt. Das sind maximal 344 000 Euro. Die Schlossberggemeinde hat deshalb noch einen „Antrag auf die Gewährung von Investitionshilfen aus dem Ausgleichsstock“ gestellt. Die Entscheidung darüber fällt Ende Juli. Aus dem Programm „Klimaschutz-Plus“ wurden 19 000 Euro bewilligt. „Aktuell können wir die Finanzierung von 4,4 Millionen bis zum Jahr 2020 darstellen. Wie es danach weitergeht, bleibt im Moment noch offen“, fasst Kämmerer Jörg Neubauer zusammen.

Zwei Tage vor den Pfingstferien rücken die ersten Arbeiter an. „Es ist ein frommer Wunsch, in den zwei Ferienwochen fertig zu werden“, erklärte Architekt Jochen Stüber. Vor allem die staub- und lärmintensiven Arbeiten sollen in der schülerfreien Zeit über die Bühne gehen. Der Hauptbrocken folgt in den Sommerferien.

Nahtlos folgte für den Gemeinderat der nächste Punkt zum Geldausgeben: Tief- und Straßenbauarbeiten in der Bosslerstraße. Rund 380 000 Euro werden hier investiert. Betroffen davon sind auch die Wasserleitungen, weshalb es Anfang April eine Bürgerinformation gab, die auf reges Interesse stieß. Ende Juni oder Anfang Juli werden die Arbeiter anrücken, bis Ende September soll dann alles fertig sein.

Last but no least standen dann noch die Vergaben für das Hallenbad mit zwei Gewerken an. Dafür muss Dettingen knapp 58 000 Euro berappen. Somit haben die Gemeinderäte die stolze Summe von über 1,75 Millionen Euro in weniger als einer Stunde ausgegeben - ein Betrag, der sich für die vergleichsweise kleine Kommune sehen lassen kann. Iris Häfner

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