Kirchheimer Umland

Grün sein ist leicht in der Region

Bahn Die Grünen setzen bei der Regionalwahl auf den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs – vor allem in Bezug auf die S 1.

Kirchheim. Gut 90 Prozent des jährlichen Haushalts des Verbands Region Stuttgart fließt in den Schienenverkehr. Das ist eine Steilvorlage für ein „urgrünes“ Thema: den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs hin zu einer Verkehrswende. „Durch die Tarifzonenreform ist es gelungen, Bahnen und Busse in der Region Stuttgart attraktiver und gleichzeitig günstiger zu machen. Wir brauchen weiterhin mehr Gleise, mehr Fahrzeuge, ein neues Zugleitsystem und mehr Personal, um den ÖPNV noch attraktiver zu machen“, sagt Grünen-Kandidatin Lena Weithofer. Die 30-jährige Kirchheimerin ist auf Platz drei der grünen Liste zur Regionalversammlung und hat damit gute Chancen, in das Parlament einzuziehen. Auf der grünen Liste für den Landkreis Esslingen befindet sich noch eine weitere Kirchheimerin: die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Gemeinderat, Sabine Bur am Orde-Käs.

Die Grünen setzen in ihrem Wahlprogramm für die Regionalversammlung den Fokus auf den nachhaltigen Verkehr. So fordern sie beispielsweise eine Takterhöhung der S-Bahn, damit auch die S-Bahn nach Kirchheim im Viertelstundentakt fährt. Zusätzlich sollen neue Querverbindungen der S-Bahn gebaut werden, so auch von Kirchheim über die Fildern zum Flughafen. Jenseits der Schiene sprechen sich die Grünen in der Region für den Ausbau des Regio-Rad-Netzes, für mehr Fahrradstellplätze und für ein einheitliches Rufbussystem aus.

Ein weiteres Anliegen der Grünen ist die Regionalplanung. Die Partei möchte hier attraktives, bezahlbares Wohnen und wirtschaftliche Weiterentwicklung fördern und gleichzeitig aber keine neuen Flächen dafür versiegeln - beispielsweise mit der Überbauung von ebenerdigen Parkplätzen und Flachdachgebäuden, wie Supermärkte, die mit weiteren Stockwerke aufgestockt werden. Dadurch wird der Flächenverbrauch gestoppt und Stadtviertel gleichzeitig belebt.

Die Region Stuttgart mit ihrer Regionalversammlung sei einzigartig in Baden-Württemberg. Sie habe Modellcharakter für regionales Management, neuestes Beispiel sei die Breitbandversorgung. pm

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