Kirchheimer Umland

Heimatbildband unterstützt Heimatlose

Erlös aus Buchverkauf kommt den Vorbereitungsklassen der Kirchheimer Alleenschule zugute

„Stadtbekenner“ fördern Schüler der Vorbereitungsklassen in der Alleenschule. Foto: pr

„Stadtbekenner“ fördern Schüler der Vorbereitungsklassen in der Alleenschule. Foto: pr

Für die Kinder und Jugendlichen der Vorbereitungsklassen ist es wichtig das neu erlernte Deutsch auch im Alltag anzuwenden. Dazu gehören auch Freizeitaktivitäten, die Geld kosten. Damit das künftig noch besser gelingt, spenden Cornelia Frey und Torsten Wenzler den Erlös ihres Kirchheim-Bildbandes.

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Kirchheim. Der Kirchheim-Bildband „Stadtliebe“ der beiden „Stadtbekenner” Cornelia Frey und Torsten Wenzler öffnet den Blick für die Schönheit der historischen Gemäuer, Gewölbe und der ausgedehnten Landschaft, die den Charme und die Vielfalt der Fachwerkstadt ausmachen.

„Was Kirchheim aber in erster Linie zur Heimat macht, das sind die Menschen, die hier leben und das starke Gemeinschaftsgefühl, das uns verbindet”, sagt Cornelia Frey. Deshalb möchten die beiden mit den Einnahmen ein Kirchheimer Projekt unterstützen. Entschieden haben sie sich für die Vorbereitungsklassen der Alleenschule.

„Das passt sehr gut, denn so kommt der Erlös des Heimatbildbandes Kindern und Jugendlichen zugute, die ihre Heimat verlassen mussten.” Zu ihnen zählen auch Jugendliche aus Afghanistan und Syrien, die ohne Eltern in Deutschland sind und in Wohngruppen der Stiftung Tragwerk wohnen, erzählt Sigrid Reusch, die an der Alleenschule unterrichtet. Aber auch Schüler aus Albanien, dem Irak, aus Mazedonien, Serbien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Rumänien, Slowenien und dem Kosovo lernen in den Vorbereitungsklassen systematisch die deutsche Sprache. „Wichtig ist uns auch, mit den Schülern die neue Sprache möglichst oft auch außerhalb des Unterrichts anzuwenden“, so Reusch. Deshalb stehen immer wieder Besuche auf dem Markt, in der Stadtbücherei oder dem Jugendhaus Linde auf dem Programm. „Wir freuen uns sehr über die Spende“, erläutert sie, „denn so können wir im Rahmen dieser lernbegleitenden Aktivitäten immer wieder kleine Erlebnisse außer der Reihe finanzieren, wie zum Beispiel mal ein Eis essen gehen, damit die Kinder und Jugendlichen hier ankommen und vielleicht in Kirchheim eine neue Heimat finden.“pm