Kirchheimer Umland

Hungerberg: BDS wirbt für „Nein“ beim Bürgerentscheid

Wirtschaft Der Bund der Selbständigen Kirchheim setzt sich für den geplanten Vorhaltestandort in Dettingen ein.
 

Hungerberg. Foto: Carsten Riedl

Dettingen. Der Bund der Selbständigen (BDS) Kirchheim bezieht in einer Pressemitteilung klar Stellung zum Thema Hungerberg und wirbt für ein Nein im Bürgerentscheid und damit für eine Umsetzung des Projekts. Mit einer Website, mit Plakaten und Informationsgesprächen will die Wirtschaftsvereinigung die Befürworter des Vorhaltestandorts unterstützen.
„Wir sind für dieses Zukunftsprojekt, denn Dettingen braucht nachhaltige und innovative Technologien. Neben der Natur, die uns allen wichtig ist, gehören zu einer lebenswerten Umwelt auch Arbeit und Einkommen“, sagt Jan Dietz, Geschäftsführer von Oeconos in Dettingen und Präsident des BDS Baden-Württemberg. Er ergänzt: „Stillstand ist Rückschritt, und die Welt verändert sich stetig.“ Wer dem nur zuschauen und bewahren wolle, gehöre zu den Verlierern im Wettbewerb. „Investitionen werden getätigt, wenn nicht bei uns, dann woanders!“

Wappnen für die Zukunft

Jan Dietz folgen jetzt weitere Unternehmer, Selbstständige und Firmen aus Dettingen und Kirchheim, so Diplom-Ökonom Robert Schmid, Vorsitzender des BDS Kirchheim: „Aus einer Situation heraus, in der es uns noch sehr gut geht und das Stottern des Konjunkturmotors nur bei genauerem Hinschauen wahrzunehmen ist, ist es verständlich, wenn man den Status quo halten möchte.“ Wer laut Schmid jedoch in einem ständigen Wandel stehen bleibe, würde abgehängt. Hohe Standards für eine ökologische Umsetzung seien wichtig, aber auch, für die Zukunft gewappnet zu sein: „Es ist aufgrund der Verfahrensdauer nicht möglich, zuerst den Investor zu kennen und dann den Standort dafür zu entwickeln. Diese Wartezeit kann sich keiner leisten. Es ist wichtig, die Vorarbeit zu bringen, um dann, wenn der Richtige kommt, bereit zu sein. Für mich überwiegen die Chancen, die dieser Vorhaltestandort bietet.“

Auf der Aktionswebsite, zu finden unter www.pro-hungerberg.de, sprechen sich weitere Unternehmer und Firmen für den Vorhaltestandort aus. Dazu gehören der zweifache Umweltpreisträger Walter Feeß, Schrott-Bosch und das Unternehmen Mosolf. Dr. Jörg Mosolf sagt: „Es geht um ein klares Bekenntnis zu unserem Standort und den neuen Technologien und digitalen Prozessen – im Sinne der nächsten Generation.“

In den nächsten Wochen wird der BDS Kirchheim für den Vorhaltestandort werben und auch das Gespräch mit den Projektgegnern suchen. Jan Dietz appelliert: „Lassen Sie uns an die Tugenden unserer Vorfahren anknüpfen und das Land der Tüftler und Bastler bleiben – ein Land, das mit seiner Innovationskraft zu den stärksten Regionen der Erde gehört.“ pm

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