Kirchheimer Umland

Im Auge des Betrachters

Kunst Schüler inszenieren einen interaktiven Parcours durch die Stadt.

Kirchheim. Trotz des Wetters ließen sich die Kinder- und Jugendlichen beim Performanceparcours „Selfis-Teck“ in Kirchheim nicht davon abhalten, ihre Themen auf die Straße hinauszutragen. Nicht nur in der Innenstadt, auch im Keller des Mehrgenerationenhauses Linde, fand eine der fünf Darbietungen statt. Hier setzten Schüler der KW-Schule szenisch und tänzerisch ein selbst eingespieltes Hörspiel fort. Die Zuschauer waren gefordert, mit der eigenen Fantasie die kurzen Szenen aus Geschichts- und Gefühlsbausteinen greifbar zu machen.

Am Rathaus konnten Passanten einem Streitgespräch beiwohnen. Während im Hintergrund auf Leinwand aktuelle Konflikt- und Krisengebiete als Nachrichtenstummfilm abliefen, wurde davor ein verbales Kräftemessen geboten. Die Schnipsel aus einem Computerspiel erinnerten daran, aus welch absurden Gründen Kriege geführt werden.

Unter dem Motto „Geschichte wiederholt sich“ gab es auch zwei weitere Performances zu bestaunen, die Jugendliche während eines Workshops entwickelten - darunter auch die Mauer am Markt, die weltweite Tendenzen symbolisieren sollte. So wunderten sich manche Marktbesucher über junge Menschen, teils in Bauarbeitermontur, die mit einem Schuhkarton bewaffnet durch die Marktstraße liefen.

Aus einem Fenster der Kornhausarkaden heraus, konnte man die Videoperformance „Faust voraus“ hören und sehen. In den Kornhausarkaden wurde der Trickfilm „Deep World“ von Schülern der Raunerschule gezeigt. Das Ende des Films zeigt eine abbrennende Stadt. pm

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