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Intensive Suche nach Julia: Die Kripo verteilt Handzettel

Suchaktion Am Mittwochnachmittag klingelte die Polizei wegen des vermissten Mädchens in Oberlenningen an jeder Haustür. Am Donnerstag wurde zwischen Kirchheim und Oberlenningen massiv weitergesucht. Von Anke Kirsammer

Lenningen. Die Polizei arbeitet unter Hochdruck, um die vermisste 16-jährige Julia W. aus Remshalden zu finden. In Lenningen waren am Mittwoch über mehrere Stunden fünf Teams der Kripo Waiblingen und ein Großaufgebot anderer Polizeibeamter unterwegs. Kripobeamte klingelten in Oberlenningen an jeder Haustür und verteilten Handzettel. Darauf sind nicht nur Fotos und eine Beschreibung der Gesuchten, sondern auch die Info, dass Hinweise in Kürze auch anonym weitergegeben werden können. Wie Rudolf Biehlmaier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen erklärt, wurde auch auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik Scheufelen gesucht. Am Samstag hatten bereits zahlreiche Kräfte das teils schwierige Gelände außerhalb der Bebauung durchkämmt. Darunter waren Organisationen wie der Malteser Hilfsdienst, das DRK, die Rettungshundestaffel Mittlerer Neckar und Bereitschaften der Bergwacht. Im Einsatz war auch ein Hubschrauber.

 

Es ist nicht auszuschließen, dass Julia in Lenningen jemanden gekannt hat.
Rudolf Biehlmaier
Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen 

 

Nach wie vor ist unklar, wohin Julia am Tag ihres Verschwindens wollte. Sicher ist, dass sie ihr Zuhause am Dienstag vergangener Woche gegen 6.30 Uhr verlassen hat, bewusst nicht zur Schule ging und um 9.17 Uhr in Kirchheim in die Teckbahn stieg. „Es ist nicht auszuschließen, dass sie in Lenningen jemanden gekannt hat“, sagt Rudolf Biehlmaier. Wen und ob sie dort jemanden treffen wollte, sei aber nach wie vor reine Spekulation.

Nach ihrem Einsteigen in die Teckbahn um 9.17 Uhr verlieren sich Julias Spuren. Es werde jedoch davon ausgegangen, dass sie sich in Oberlenningen aufgehalten hat, so der Pressesprecher. Mit seinen Felsen, Schluchten und Wäldern sei das Gebiet schwierig abzusuchen. Julia habe zwar keine Wandersachen getragen, sei aber so gekleidet gewesen, um einen Tag draußen verbringen zu können. „Es geht darum, alle Möglichkeiten auszuloten“, sagt Rudolf Biehlmaier.

Weil der Aufenthaltsort von Julia aus Remshalden nach wie vor unbekannt war, gingen die Ermittlungen der Kripo und die Suche nach dem Mädchen unter Hochdruck weiter. Die Polizei hatte immer noch die Hoffnung, Julia lebend zu finden und bat dringend um weitere sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Dazu wurde im Internet ein anonymes Hinweissystem eingerichtet. Zudem wurde am Donnerstag zwischen Kirchheim und Oberlenningen massiv weiter nach dem Mädchen gesucht. Anke Kirsammer

Telefonische Hinweise erbittet die Kripo Waiblingen unter 0 71 51/95 03 33.